Schule und Bildung
Die Europäische Union will das Schulobst-Programm von insgesamt jährlich zwölf Millionen Euro auf fast 20 Millionen Euro bundesweit aufstocken. Diese Initiative begrüßt Renate Hendricks, die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion in NRW.
„Besonders erfreulich ist, dass der finanzielle Anteil der Länder von 50 auf 25 Prozent abgesenkt wurde. Das Land Nordrhein-Westfalen hat bereits gemeldet, dass es auch im kommenden Schuljahr an dem Programm teilnehmen möchte. Dies ist vollkommen richtig, denn das Schulobst-Programm hat bereits jetzt einen wichtigen Beitrag für gesunde Ernährung und Ernährungsbildung bei den Schülerinnen und Schülern geleistet.
Ich hoffe, dass die erforderliche Gesetzesänderung nun wie geplant im März in Kraft tritt, damit das Programm zum neuen Schuljahr wieder startet und dass durch die gestiegenen Mittel dann auch noch mehr Kinder von dem Programm profitieren können.“
Die Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Ursula Gather, der Rektor der Universität zu Köln, Axel Freimuth und der Kanzler der Universität Bielefeld, Hans-Jürgen Simm, haben sich heute zum geplanten Hochschulzukunftsgesetz geäußert. Dazu erklärt Norbert Römer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:
„Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt ausdrücklich das Vorhaben von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze, das Hochschulrecht in Nordrhein-Westfalen weiterzuentwickeln. Das ist notwendig. Der Landtag muss im Sinne der Steuerzahler darauf bestehen, dass bei der Verwendung der Steuergelder größtmögliche Transparenz und effizienter Mitteleinsatz zum Standard wird. Das soll das neue Gesetz bewirken. Das Land gibt in diesem Jahr nahezu sechs Milliarden Euro an die Hochschulen. Jeder achte Euro wird für Wissenschaft und Forschung ausgegeben. Dieses Vertrauen muss mit einem klaren Nachweis bei der Mittelverwendung eingelöst werden.
Nach unseren Vorstellungen wird künftig die demokratische Mitwirkung gerade auch der Studierenden den Stellenwert bekommen, der ihr in einer modernen Bildungslandschaft zusteht. Die Arbeit der Hochschulräte wird damit nicht geschmälert, im Gegenteil: Sie können sich auf wichtige Anliegen wie etwa die Profilbildung der jeweiligen Hochschulstandorte konzentrieren.
Wir stehen erst ganz am Anfang des parlamentarischen Beratungsverfahrens. Wir bleiben dabei unserer Linie treu, mit allen Beteiligten frühzeitig und intensiv zu diskutieren. Wir führen bereits viele Gespräche und laden ausdrücklich zu konstruktiver Kritik ein. Auch in den anstehenden parlamentarischen Anhörungen werden wir den dann vorgelegten Gesetzesentwurf mit den Expertinnen und Experten diskutieren und die Ergebnisse auswerten. Klar ist aber auch: Das Hochschulrecht muss modernisiert werden.“
„Ich freue mich über das gute Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler im aktuellen PISA-Vergleichstest“, kommentiert Renate Maria Hendricks, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion in NRW, die heute veröffentlichte Pisa-Studie.
„Erstmalig nach den Ergebnissen von 2003 liegen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in allen Bereichen über dem OECD-Durchschnitt. Eine Verbesserung, die Mut macht und zeigt, dass sich in zehn Jahren viel getan hat. Mein Dank richtet sich vor allem an die Lehrenden, die mit großem Einsatz an unseren Schulen tätig sind.“
Im Takt von jeweils drei Jahren werden die Fähigkeiten von 15-Jährigen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften aus rund 80 Ländern abgefragt. Der Schwerpunkt der Erhebung von 2012 lag dabei auf Mathematik. Die deutschen Jugendlichen erreichten im Schnitt 514 Punkte und damit 20 Punkte mehr als der OECD-Durchschnitt – ein Vorsprung von einem halben Schuljahr.
Gerade die Verbesserung bei den Leistungsschwachen ist für mich ein gutes Signal. Hier konnte der Anteil von 22 auf 18 Prozent verringert werden. Die Leistungssteigerungen bei Schülerinnen und Schülern aus schwierigen sozio-ökonomischen Verhältnissen und mit Migrationshintergrund zeigt: Wir sind auf einem guten Weg – den wir konsequent beobachten und gegebenenfalls nachsteuern müssen.
Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die sehr gute Leistungen erbracht haben, hat sich mit 17 Prozent nicht verändert. Ich sehe daher in der Förderung von Spitzenleistungen ebenfalls ein Handlungsfeld, dem wir dringend mehr Beachtung schenken müssen. Hier sind insbesondere die Gymnasien und die Oberstufen der Gesamtschulen gefordert, aber auch alle anderen Schulformen.“
Hüllhorst: Die AUBI-plus GmbH mit Sitz in Hüllhorst ist seit 1997 in der Branche „E-Recruiting“ tätig. AUBI-plus rekrutiert für Unternehmen und Hochschulen geeignete Auszubildende, Studierende und Absolventen.
Über das Unternehmen informierten sich die beiden heimischen SPD Abgeordneten Ernst-Wilhelm Rahe (MdL) und Achim Post (MdB) jetzt bei einem Besuch gemeinsam mit Bürgermeister Willi Henke. Aubi plus- Inhaber Heiko Köstring und Nils Köstring stellten das expandierende Unternehmen vor.
Über das Karriereportal www.aubi-plus.de bringt AUBI-plus die Angebote der Unternehmen bzw. Hochschulen mit den Gesuchen der jungen Talente zusammen. Junge Menschen werden beim Übergang von der Schule in eine berufliche Ausbildung (Duale Ausbildung, Duales Studium, Vollschulische Ausbildung) oder ein Studium unterstützt. AUBI- plus ist Marktführer in Deutschland im Bereich der webbasierten Vermittlung von Auszubildenden, Studierenden und Praktikanten für Unternehmen.
Seit 1997 hat sich das Unternehmen von der Idee zum Marktführer entwickelt. Nun, so Köstring, sei es an der Zeit die Idee in die Europäische Union voranzutreiben.
„In Zeiten von hoher Jugendarbeitslosigkeit in unseren europäischen Nachbarländern wie Spanien, kann sich solch ein Konzept durchsetzen“ war Achim Post von den Leistungen des Unternehmens beindruckt.
„Wir erhoffen uns, im europäischen Raum unser Konzept auszureifen aber auch anzupassen. Wir denken, unser Ziel, den jungen Menschen passende Ausbildungsstellen und den Unternehmen passende Auszubildende anzubieten hat zu einer echten Win-Win-Situation geführt, die unseren Erfolg ausmacht“, sagt Geschäftsführer Köstring.
Ernst-Wilhelm Rahe sieht positive Effekte für die Region: „Den Übergang von Schule in den Beruf zu optimieren ist ein großes Ziel unserer Landespolitik. Da ist die Arbeit von Aubi-Plus gut für die Jugendlichen und die Unternehmen hier im Mühlenkreis, Deutschland- und Europaweit!“ Bürgermeister Wilhelm Henke lobte das heimische Unternehmen: „AUBI-plus ist gut aufgestellt. Das Konzept hat sich bereits hier in Deutschland durchgesetzt und bietet gute Möglichkeiten.“
Der Lehrerverband Bildung und Erziehung stellt seine Umfrageergebnisse zur Inklusion in Schulen vor. In der infratest-Studie wurden Menschen nach ihrer Meinung zum gemeinsamen Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern befragt. Dazu erklärt Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in NRW:
„Von der Studie geht zunächst einmal ein sehr positives Signal aus: Inklusion wird von den meisten Bürgerinnen und Bürgern begrüßt. Sicherlich gibt es nach wie vor Skepsis. Dieser wollen wir mit Überzeugung und guter Arbeit entgegentreten. Wir suchen das Gespräch mit den Betroffenen und nehmen ihre Bedenken ernst. Die Zeit, bis das neue Gesetz zum nächsten Schuljahr in Kraft tritt, werden wir nutzen, um gute Rahmenbedingungen zu schaffen.
Das Land setzt alles daran, dem Generationenprojekt Inklusion im nächsten Schuljahr einen guten Start zu ermöglichen. In der Vorbereitung zum Rechtsanspruch auf inklusiven Unterricht mit dem Schuljahr 2014/15 haben wir heute schon 2.000 Lehrerstellen in den Haushalt eingeplant. Wir bilden inzwischen an fünf Hochschulstandorten Sonderpädagoginnen und -pädagogen aus und haben 2.300 neue Studienplätze geschaffen.
Mit dem Haushaltsentwurf 2014, der noch vor Weihnachten beschlossen wird, zeigt die rot-grüne Landesregierung ihre Bereitschaft, Geld für Inklusion und Bildung in die Hand zu nehmen.“
„Das ist ein großer Schritt in Richtung inklusive Gesellschaft“, kommentiert Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in NRW, die Verabschiedung des 9. Schulrechtsänderungsgesetzes.
„Inklusion ist ein Menschenrecht, das nun auch in unseren Schulen gelebt werden kann. Wir haben mit dem neuen Gesetz die notwendigen Spielräume und Möglichkeiten geschaffen, dass alle Kinder mit und ohne Handicap ihre Fähigkeiten, Neigungen und Talente frei entfalten können. Die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen fordert von uns, für eine Schule zu sorgen, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen eröffnet, ungeachtet ihrer individuellen Voraussetzungen oder ihrer aktuellen Lebenslagen.
Der Gemeinsame Unterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern ist in NRW kein Novum. Doch jetzt kann Inklusion der Normalfall werden. Die Forderung nach inklusiver Schulentwicklung ist also keine neue Herausforderung, vielmehr ist sie eine Weiterentwicklung unseres Anliegens, Schule kontinuierlich besser zu machen und so nach und nach eine inklusive Gesellschaft für alle zu schaffen.“
Die Ergebnisse des Schulleistungsvergleichs zwischen den Bundesländern kommentiert Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im nordrhein-westfälischen Landtag: