SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Regierung darf den Elternwillen nicht länger ignorieren - Abstimmung mit den Füßen

Zu den vom Landeselternrat der Gesamtschulen und der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschulen NRW vorgestellten Anmeldezahlen an Gesamtschulen erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf:

"Über 15.000 abgelehnte Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen sind ein erneuter Beleg für das Schulchaos in Nordrhein- Westfalen. Nach der Diskussion über die Kopfnoten und den Samstagsunterricht geht es jetzt in die nächste Runde. Allen Expertenmeinungen zum Trotz hat Schwarz- Gelb nach der Regierungsübernahme das so genannte "G- 8- Abitur" nach dem Modell "9+3" eingeführt und damit eine enorme Unterrichtsverdichtung in den unteren Jahrgangsstufen in Kauf genommen.

 

Zahlen-Wirrwarr bei den Lehrerstellen wird fortgesetzt

Zu den heute vom Ministerium für Schule und Weiterbildung veröffentlichten Lehrerstellenzahlen erklärt Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion:

"Das Zahlen- Wirrwarr der Landesregierung bei den neugeschaffenen Lehrerstellen geht weiter. Während die Schulministerin erklärt, seit Regierungsübernahme 9.260 Lehrerstellen mehr zur Verfügung gestellt zu haben, spricht der Finanzminister lediglich von 5.084 Lehrerstellen.

 

Umstrittene Kopfnoten verursachen eine Million Stunden Unterrichtsausfall

Ute Schäfer betont, mit Noten könne man keine Pädagogik machen.

"Diese Inflation von sechs Kopfnoten für jeden Schüler und jede Schülerin ist bundesweit einmalig. Es ist ein Skandal, dass die Landesregierung dafür den Ausfall von einer Million Unterrichtsstunden billigend in Kauf nimmt und dass die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP dem Treiben der Schulministerin tatenlos zusehen", stellte die stellvertretende Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion, Ute Schäfer, heute in Düsseldorf fest.

Die SPD- Bildungsexpertin rechnete vor: Aufgrund der zusätzlichen Arbeitsbelastung können die Schulen einen Unterrichtstag als Ganztagskonferenz nutzen, um die von CDU und FDP neu eingeführten Kopfnoten zu beraten. Dies hatte Schulministerin Sommer in einem Erlass kurz vor Weihnachten verfügt. Das ergibt zwei Konferenztage pro Schuljahr. Damit fallen bei etwa 100.000 Klassen, die es an den Schulen in NRW gibt, zwei Mal im Jahr im Durchschnitt fünf Schulstunden aus. Dies summiert sich landesweit auf einen Unterrichtsausfall von einer Million Stunden im Schuljahr 2007/2008.

 

Ute Schäfer: Sommers Hauptschulmärchen glaubt niemand mehr

"Während auch heute in den Medien über das massive Hauptschulsterben in Nordrhein- Westfalen berichtet wird, präsentiert CDU- Ministerin Sommer ein weiteres Kapitel ihres Märchens von der heilen Hauptschulwelt", erklärte Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, zur Pressekonferenz der NRW- Schulministerin heute in Düsseldorf.

"Die Realität sieht anders aus. Die Hauptschule ist nicht nur von zurückgehenden Schülerzahlen betroffen. Sie leidet auch unter einer erschreckend niedrigen Akzeptanz. Trotz guter Arbeit der Kollegien und erheblicher zusätzlicher Ressourcen ist die Hauptschule durch ihre Stellung im Schulsystem kaum in der Lage, den Schülerinnen und Schülern Anreize und berufliche Perspektiven zu bieten."

 

Unterschiedliche Vergabepraxis bei den umstrittenen Kopfnoten führt zu Ungerechtigkeiten und Willkür

Ute Schäfer betont, Arbeits- und Sozialverhalten wie Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Team- oder Konfliktfähigkeit ließen sich nicht in Noten fassen.

"Die unterschiedliche Vergabepraxis der nordrhein- westfälischen Schulen bei den umstrittenen Kopfnoten zeigt, wie unsinnig das Vorhaben von Schulministerin Sommer ist", erklärte Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, heute in Düsseldorf zu aktuellen Medienberichten.

"Ziffernnoten für das Arbeits- und Sozialverhalten sind nicht nur pädagogischer Humbug, sondern führen auch zu Ungerechtigkeiten und Willkür. Wir teilen deshalb die Auffassung der Kirchen, der Landessschülervertretung, vieler Schulen und Eltern, dass die wichtige und richtige Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens in Form von Noten nicht sinnvoll ist, weil sie keine differenzierte Aussagekraft haben. Arbeits- und Sozialverhalten wie Zuverlässigkeit, Selbstständigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Team- oder Konfliktfähigkeit lassen sich nicht in Noten fassen. Dafür bedarf es vielmehr einer differenzierten Beurteilung in Berichtsform, die im rot- grünen Schulgesetz bereits verankert war."

 

Aktuelle Zahlen bringen Hauptschulmärchen von Rüttgers und Sommer ans Tageslicht

Als "Hauptschulmärchen" hat die stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die Durchhalteparolen von Ministerpräsident Rüttgers und Schulministerin Sommer kritisiert, die Hauptschule in NRW stabilisiere sich.

"Vor dem Hintergrund der aktuellen Schülerzahlen vom Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik ist genau das Gegenteil der Fall. Die Schülerzahlen sind an den Hauptschulen im Vergleich zum vorigen Schuljahr landesweit um 6,6 Prozent zurückgegangen.

Keine andere Schulform hat einen so drastischen Schülerrückgang zu verkraften wie die Hauptschule. Vor diesem Hintergrund ist die Realitätsverweigerung des Ministerpräsidenten bedenklich, wenn er in seiner Pressekonferenz zum Jahresauftakt immer noch von einer weiteren Stärkung der Hauptschulen redet. Statt Stärkung erleben wir seit Jahren das Ausbluten des Auslaufmodells Hauptschule", sagte Schäfer heute in Düsseldorf.

 

Luftnummer Ganztag an Gymnasien und Chaos in der Personalpolitik

"Auch ins Neue Jahr startet Ministerin Sommer mit Wunderkerzen in der Schulpolitik: Medienwirksam versprüht sie mit der Ankündigung von Ganztagsgymnasien und der Entlastung älterer Lehrkräfte schöne Funken, lässt dann aber die Schulen schnell wieder im Dunkeln stehen", kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagfraktion, Ute Schäfer, die Äußerungen der Ministerin in den Medien. "Die Einsicht von Schulministerin Barbara Sommer zu Ganztagsangeboten an Gymnasien kommt nicht nur reichlich spät, sondern auch ohne Konzept und finanzielle Ausstattung daher", sagte Schäfer.

 

Ute Schäfer: Kopfnoten kosten zwei Millionen unnötige Arbeitsstunden und sind pädagogisch unsinnig

"Kopfnoten sind in der Form, wie sie das schwarz- gelbe Schulgesetz vorsieht, pädagogisch unsinnig und kosten nach Berechnungen der GEW rund zwei Millionen Arbeitsstunden. Der Umgang vieler Schulen und der katholischen Schulträger mit der Vergabe von Kopfnoten bestätigen dies ebenso, wie die Bewertung vieler Wissenschaftler,", erklärte Ute Schäfer, stellvertretende Vorsitzende der SPD- Landtagsfraktion, zu den heutigen Medienberichten über nordrhein- westfälische Gymnasien, die ihre Schülerinnen und Schüler in allen sechs Kopfnoten grundsätzlich mit einem "gut" bewerten wollen.

 

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