Bundestagsfraktion
Die Pflegebeauftragte der SPD-Fraktion, Heike Baehrens, macht deutlich, dass sie für einen Branchentarifvertrag in der Pflege einsteht. Mindestlöhne reichten hier nicht aus, um den Fachkräftebedarf zu decken.
“Wer echte Wertschätzung für die Pflege will, muss für gute tarifliche Entlohnung eintreten, statt für ein Mindestmaß. Die neuen Regelungen der Mindestlohnkommission können deshalb nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einem echten Branchentarifvertrag sein.
Wer hingegen Mindestlöhne für einen hochqualifizierten Beruf als ausreichende Lösung feiert, darf sich nicht wundern, wenn er keine neuen Fachkräfte gewinnt.
Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich gemeinsam mit Arbeitsminister Hubertus Heil konsequent für einen Tarifvertrag ein, der neben ordentlicher Bezahlung auch für verlässliche Arbeitsbedingungen in der Pflege sorgt. Attraktiv wird der Pflegeberuf nur, wenn er ein Gehaltsniveau bietet, mit dem man eine Familie ernähren kann.”
Die heutige Verabschiedung des Jahreswirtschaftsberichts 2020 im Kabinett macht deutlich, dass das mit 1,1 Prozent prognostizierte Wachstum des Bruttoinlandsprodukts stabil ausfällt. Eine geringe Arbeitslosenquote und die Zunahme privater Einkommen durch die von uns durchgesetzten Entlastungen bei den Sozialversicherungen zeigen Wirkung.
Bernd Westphal, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher:
„Der Bericht des Wirtschaftsministers zeigt eindeutig, dass die Stärkung der Binnennachfrage unsere Wirtschaft auf Kurs hält. Also ist es auch aus wirtschaftspolitischer Sicht vernünftig, den Solidaritätszuschlag für weite Teile der Steuerzahler bereits im Sommer dieses Jahres abzuschaffen und gleichzeitig die Grundrente einzuführen. Insbesondere durch Entlastungen kleinerer und mittlerer Einkommen wird die Binnenanfrage erkennbar angekurbelt.
Dass niedrigere Unternehmensabgaben, wie von Bundesminister Altmaier gefordert, einen ähnlichen Effekt haben, scheint nicht wirklich plausibel. Was der Wirtschaft wirklich hilft: Entlastungen für untere und mittlere Einkommen sowie steigende Investitionen in unsere Infrastruktur. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrien sind im Übrigen weitere strompreisreduzierende Maßnahmen notwendig.
Viel zu tun bleibt im Bereich der Fachkräftesicherung einerseits und der Energiepolitik andererseits. So müssen wesentliche Schritte für den Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie für Zukunftstechnologien, wie Wasserstoff, nun endlich folgen.“
Der SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich bekräftigt, dass die Grundrente 2021 wie geplant in Kraft tritt. Er verurteilt aufs Schärfste die Morddrohungen gegen Abgeordnete wie den Sozialdemokraten Karamba Diaby.
Vier Millionen Menschen in Deutschland haben bisher vom Mindestlohn profitiert. SPD-Fraktionsvizin Katja Mast fordert nun, die so genannte Mindestlohn-Kommission, die die Höhe des Lohns ermittelt, weiter zu stärken.
„Mittlerweile dürften auch die letzten Kritikerinnen und Kritiker überzeugt sein: Der Mindestlohn hat dieses Land positiv verändert. Rund vier Millionen Menschen haben profitiert. Ehrliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wurden gestärkt. Und die Kontrollen gegen schwarze Schafe entfalten Wirkung.
Jetzt geht es darum, die Arbeit der Mindestlohn-Kommission zu stärken. Die SPD-Fraktion will perspektivisch den Mindestlohn auf mindestens 12 Euro erhöhen.
Dieser sozialpolitische Meilenstein trägt die Handschrift der SPD-Fraktion; er ist es wert, ihn noch besser zu machen.“
Um es ganz klar zu stellen: Die Grundrente kommt! SPD-Fraktionsvizin Katja Mast macht unmissverständlich deutlich, was sie von den Bedenkenträgern hält, die die Umsetzung der Grundrente nun wieder kritisieren.
“Die Grundrente kommt. Die noch offenen Detailfragen werden geklärt. Das ist der normale Weg. Eine Verschiebung steht nicht an. Sie ist auch nicht notwendig. Jetzt geht es darum, die Grundrente umzusetzen, damit sie wie vereinbart in Kraft tritt. Es sind alle aufgefordert, in diesem Sinne daran mitzuarbeiten.”
Am 27. Januar gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Nie vergessen werden wir die sechs Millionen jüdischen Kinder, Frauen und Männer, die durch Deutsche gezielt vernichtet wurden. Nie wieder darf es zu solchen Gräueltaten kommen. Die SPD-Bundestagsfraktion verneigt sich in Demut vor den Opfern und ihren Nachkommen.
Eva Högl, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende;
Marianne Schieder, zuständige Berichterstatterin:
„Wir nehmen die Pflicht an, die Erinnerung wachzuhalten. Gerade in Zeiten, in denen Rassismus und Antisemitismus in Deutschland wieder aufflammen, wollen wir aus unserer Vergangenheit lernen. Wir begrüßen das steigende Interesse am Besuch der ehemaligen Konzentrationslager. Darum wollen wir den Gedenkstätten helfen, weiterhin allen Besucherinnen und Besucher ein hochwertiges Informations- und Bildungsprogramm bieten zu können.
75 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gibt es immer weniger Überlebende, die von den Geschehnissen berichten können. Um neue Formen des Erinnerns für die Zeit ohne Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu entwickeln, hat sich die SPD-Bundestagsfraktion für ‚Jugend erinnert‘ stark gemacht. Mit dem im vergangenen Jahr angelaufenen Bundesprogramm unterstützen wir große wie kleine Gedenkstätten bei der Entwicklung neuer pädagogischer Konzepte, die speziell auf Jugendliche ausgerichtet sind.
Die SPD-Bundestagsfraktion blickt auf alle Opfer gleichermaßen, insbesondere auch jene, die in der Öffentlichkeit bisher wenig Anerkennung erfahren haben. Dazu zählen auch die Frauen, die im Widerstand gegen den Nationalsozialismus kämpften, ebenso wie Menschen, die als ‚Asoziale‘ oder ‚Berufsverbrecher‘ verfolgt und ermordet wurden. Um die Geschichte aufzuarbeiten und Brücken zu unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarn zu bauen, wollen wir außerdem einen Gedenk- und Dokumentationsort zum NS-Vernichtungskrieg schaffen.“
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die zehnte Novelle des Gesetzes zur Wettbewerbsbeschränkung (GWB) vorgelegt. Darin stärkt das Ministerium die Rolle des Bundeskartellamts. Die Wettbewerbshüter können datengetriebene Digitalmärkte künftig effektiver beaufsichtigen. Die SPD-Bundestagsfraktion begrüßt die neue, proaktive Rolle des Kartellamts.
Bundesinnenminister Horst Seehofer verzichtet nun doch auf Software zur Gesichtserkennung. Richtig so, sagt unsere innenpolitische Sprecherin Ute Vogt. Eine solche Dauerbeobachtung wäre ungerechtfertigt.
"Wir begrüßen es ausdrücklich, dass Horst Seehofer schon jetzt die Pläne zur grundsätzlichen Einführung der Gesichtserkennungssoftware fallen lässt. Das zeugt von guter Einsicht und Erkenntnis.
Die Planungen im neuen Bundespolizeigesetz waren ein Versuchsballon. Wir wollen aber keinen Einstieg in den Überwachungsstaat. Die bisher geplante Regelung im Bundespolizeigesetz hätte dafür rechtlich Tür und Tor geöffnet.
Dazu kommt, dass die Technik noch unausgereift und überaus fehlerbehaftet ist. Menschen, die Böses im Schilde führen, können jede Kamera täuschen und alle anderen werden einer ungerechtfertigten Dauerbeobachtung ausgesetzt."