SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Schulform mit Zukunft?

Foto: NW

Löhner und Bad Oeynhausener SPD informieren sich über Gemeinschaftsschule

Löhne (nw). "Die Gemeinschaftsschule - Gleiche Chancen für alle und wohnortnah!" war das Thema einer Veranstaltung, zu der die SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Angela Lück nach Hille eingeladen hatte. Die Landtagsfraktion stellte sich mit ihren Vertreterinnen vor Ort Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern zu diesem Thema. Darüber berichtet die SPD in einer Pressemitteilung.

Mit der stellvertretenden schulpolitischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Marlies Stotz, und Ministerialrat Ulrich Thünken von der Projektgruppe Gemeinschaftsschule im Ministerium für Schule und Weiterbildung waren Fachleute vor Ort.

So konnten auch Vertreter der Löhner und Bad Oeynhausener SPD-Fraktionen für ihre Diskussion in den Kommunen Informationen mitnehmen. Die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Olaf Winkelmann und Wolfgang Böhm waren sich nach der Veranstaltung einig: "Die Kommunen entscheiden in Eigenverantwortung über Ziel und Richtung. Das ist gut und richtig und zwingt uns nicht zu einer ungewollten Entscheidung."

 

Interesse an Gemeinschaftsschule

SPD-Landtagsfraktion informierte vor Ort in Oberlübbe

Minden/Hille (hn). Wird es die Schule der Zukunft? Löst sie die Probleme mit der Hauptschule? Das Pilotprojekt Gemeinschaftsschule in NRW findet viel Interesse bei Pädagogen wie Kommunalpolitikern.

Das war auch bei einer Informationsveranstaltung zu spüren, die die SPD-Landtagsfraktion am Donnerstag in der Bildungsstätte Alte Lübber Volksschule in Oberlübbe anbot. Nicht nur aus der Region, sondern sogar aus Mönchengladbach waren Interessierte gekommen, um bei "Fraktion vor Ort" zu hören und zu diskutieren, ob die neue Schulform etwas für ihren Ort sein kann.

Rede und Antwort standen den Wissbegierigen die Schul-Experten Ministerialrat Ulrich Thünken von der Projektgruppe Gemeinschaftsschule des Schulministeriums und die drei Landtagsabgeordneten Marlies Stotz, Angela Lück und Inge Howe als heimische Vertreterin.

 

Stange: Bildung ist gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern

Anlässlich der Bundestagsdebatte über den Nationalen Bildungsbericht 2010 erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der SPD, Dr. Eva-Maria Stange:

Bildungspolitik ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern. Sich ständig über angebliche Alleingänge zu beklagen und den immer gleichen, leeren Appell „Lasst mich doch die Bildungspolitik machen!“ zu senden, ist ein Armutszeugnis. Wir brauchen keine zentrale Steuerung des Bildungssystems aus Berlin. Frau Schavan muss vielmehr konkret sagen, wie sie die Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bildungsbereich wirksam verbessern möchte.

Es liegt auf der Hand, dass eine gemeinsame Bildungsplanung von Bund und Ländern wieder in der Verfassung verankert sein sollte. Warum kommt also von der Bundesregierung kein konkreter Vorstoß zur Lockerung des strengen Kooperationsverbots in der Verfassung? Vielleicht weil Schavan diese unsinnige Regelung als Landesbildungsministerin früher selbst forciert hat?

 

CDU–Papier: Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung

Zum gestern vorgestellten Bildungskonzept der CDU NRW erklärt Renate Hendricks, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Landtagsfraktion: "Den Anspruch eines wirklichen zukunftsfähigen Bildungskonzeptes kann die CDU mit ihrem Konzept nicht erfüllen. Allerdings beginnt sie sich zu bewegen.

So wird die Bestandsgarantie für die Hauptschule als Schulform aufgegeben. Damit erkennt die CDU das tatsächliche Schulwahlverhalten der Eltern indirekt an. Es bleibt abzuwarten, wie sich die konkrete und pragmatische Entwicklung des Schulangebotes in den Kommunen von NRW auf die Positionierung der CDU mittelfristig auswirkt. Wenn die CDU sich den Entwicklungen im Land nicht verschließt, muss die sie dem Vorbild vieler CDU-regierter Kommunen folgen und sich konstruktiv in die Entwicklung der Gemeinschaftsschule einbringen.“

 

„Sozialdemokratische Bildungspolitik wirkt“

S. Hofschlaeger / pixelio.de

Deutsche Schüler sind seit dem ersten Pisa-Test vor zehn Jahren besser geworden – vor allem in den Disziplinen Mathematik und Naturwissenschaften. Ein Fazit der aktuellen Pisa-Studie. Doch im Lesen und beim Verstehen von Texten sind sie weiter Mittelmaß. Dennoch: „Die bildungspolitischen Anstrengungen lohnen sich“, so Thüringens Bildungsminister Christoph Matschie (SPD).

Hannelore Kraft, stellvertretende SPD-Vorsitzende und Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, dankt zuerst den Lehrerinnen und Lehrern für die erkennbaren Verbesserungen bei der aktuellen Pisa-Studie. Sie hätten in einem Kraftakt bei oft schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet. Doch sie erinnert auch an den Anteil sozialdemokratischer Bildungspolitik an diesem Erfolg: „Der von der rot-grünen Bundesregierung gegen massive Widerstände durchgesetzte Ausbau der Ganztagsschulen, die massiven Investitionen in die frühkindliche Bildung, die Abkehr vom starren dreigliedrigen Schulsystem in vielen Bundesländern – all das hat entscheidend dazu beigetragen, dass unser Schulsystem durchlässiger und im internationalen Vergleich leistungsfähiger geworden ist.“ Für Kraft eine Bestätigung, „dass sozialdemokratische Bildungspolitik wirkt.“

 

Renate Hendricks: Pisa-Ergebnisse machen Mut

Zu den heute veröffentlichten Ergebnissen der PISA-Studie erklärt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im nordrhein-westfälischen Landtag, Renate Hendricks:

„Die Ergebnisse machen Mut. Sie machen deutlich, dass die Maßnahmen, die unter maßgeblicher Beteiligung der rot-grünen Landesregierung im Jahre 2001 bundesweit auf den Weg gebracht worden sind, gegriffen haben. Seit dem ersten „Pisa-Schock“ haben sich einige Erkenntnisse und Reformen durchgesetzt, für die Sozialdemokraten schon lange eintreten: Bildung muss früh beginnen und allen Kindern zugänglich sein.“

Verbindliche Standards, zentrale Prüfungen, Ausbau von Ganztag und effektiver Umgang mit Lern-zeit haben dafür gesorgt, dass es eine kontinuierliche und nunmehr deutlich erkennbare Leistungssteigerung gegeben hat. Schulen müssen vor diesem Hintergrund ihre Qualitätsprozesse und die Förderung der Kinder verantwortlich selber organisieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Lehrer und Lehrerinnen mit der Lernzeit der Schüler und Schülerinnen effektiver umgehen.

 

Gutachten des VBE belegt: Gemeinschaftsschule ist der richtige Weg

„Mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat sich ein weiterer wichtiger Akteur für Gemeinschaftsschulen ausgesprochen. Dies ist ein positives Zeichen dafür, dass die Landesregierung auf dem richtigen Weg ist und die Beteiligten diesen Prozess unterstützen“, kommentiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag, Renate Hendricks, das heute vorgelegte Gutachten des VBE.

Darin kommt der Bielefelder Rechtsprofessor Christoph Gusy zu dem Ergebnis, dass die Gemeinschaftsschule als „gesetzlich zugelassene zusätzliche Schulform“, „mit der Landesverfassung vereinbar“ ist. Insbesondere die sog. „Experimentierklausel“, die die Einführung der Gemeinschaftsschule zunächst als Modell zulasse, sei als Schulversuch zulässig.

 

Sören Link: NRW macht ernst: Menschen mit Behinderungen haben einen Anspruchauf volle Teilhabe an der Gesellschaft

Der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sören Link freut sich über den einstimmigen Beschluss des Landtags vom heutigen Tag, der den Weg zur vollen Teilhabe für alle Schülerinnen und Schüler in NRW frei macht.

„Das Ziel ist klar und deutlich formuliert: Wir werden die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen in NRW umsetzen. Dieser Beschluss ist ein eindrucksvoller erster Schritt auf einen langen Weg.“

Nun gelte es, dafür zu sorgen, dass Schulen und Kommunen aktiv unterstützt werden, dass Lehrer entsprechende Fortbildungsangebote erhalten und Eltern entsprechend beraten werden.
„Wir werden niemanden überfordern und setzen darauf, unser Ziel schrittweise zu erreichen. Aber wir haben uns heute auf den Weg gemacht – das ist die positive Botschaft des Tages“, so Link.

Mehr zum Thema:
Beschluss des Landtags

 

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