SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Ein erster wichtiger Schritt

Am morgigen Donnerstag entscheidet der Bundestag über den erweiterten Euro-Rettungsschirm. Eine eigene Mehrheit von Schwarz-Gelb für den Koalitionsentwurf ist ungewiss. Die SPD will das Vorhaben der Regierung als ersten Schritt zu einem stabilen und erfolgreichen Europa mittragen. Dafür hat der Parteivorstand klare Rahmenbedingungen beschlossen.

Das orientierungslose Handeln der Bundesregierung in der Eurokrise hat viele Menschen verunsichert. Es wurden Ressentiments gegenüber einzelnen Mitgliedsstaaten der EU geschürt und Deutschland als „Zahlmeister“ der Europäischen Union dargestellt. In seinem Beschluss zum erweiterten Euro-Rettungsschirm hat der SPD-Parteivorstand am Montag noch einmal klar gestellt, dass die Bundesregierung damit unterschlagen habe, dass gerade Deutschland politisch und wirtschaftlich ein Gewinner der Europäischen Union sei. Das Zögern von Bundeskanzlerin Merkel in der Griechenlandkrise hat nach Einschätzung führender Ökonomen die Situation zudem verschärft.

 

Stärkungspakt Stadtfinanzen ist ein weiterer Baustein zur Wiederherstellung der kommunalen Handlungsfähigkeit

Anlässlich des heute von der Landesregierung eingebrachten Gesetzentwurfes zum „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ erklärt der kommunalpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Michael Hübner:

„Der eingebrachte Gesetzentwurf ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Sanierung der Kommunalfinanzen. Die Landesregierung hat  bereits unmittelbar nach Amtsantritt den Kommunen rund 300 Millionen Euro im Rahmen des „Aktionsplans Kommunalfinanzen“ zurückerstattet, die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung zur Konsolidierung des Landeshaushaltes den Kommunen vorenthalten worden waren. Außerdem hat sie die kommunale Finanzmasse im Gemeindefinanzierungsgesetz 2011 um 323 Millionen Euro erhöht.

 

SPD zitiert Schäuble vor den Haushaltsausschuss

Die SPD hat Wolfgang Schäuble in den Haushaltsausschuss des Bundestages geladen. Am Mittwoch soll der Finanzminister Stellung beziehen zu den Gerüchten, der am Donnerstag zur Abstimmung stehende Euro-Rettungsschirm werde erweitert. Die Vorsitzenden von Partei und Fraktion Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier forderten umgehend Aufklärung durch die Regierung.

Am Donnerstag soll der Bundestag über den Euro-Rettungsschirm EFSF abstimmen. Im Vorfeld blieb unklar, ob Angela Merkel mit einer eigenen Kanzlermehrheit rechnen kann. In einem Stimmungstest in der Unionsfraktion stimmten am Dienstag elf Angeordnete gegen das Vorhaben, zwei enthielten sich. 

 

Solidarische Gesundheitspolitik für alle Bürgerinnen und Bürger

Der Parteivorstand der SPD hat auf seiner heutigen Sitzung folgenden Beschluss als Leitantrag für den SPD-Bundesparteitag gefasst:

Solidarische Gesundheitspolitik für alle Bürgerinnen und Bürger

Die SPD setzt sich für eine solidarische Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems ein. Wir wollen Zwei-Klassen-Medizin verhindern und eine Bürgerversicherung einführen. Gesundheit und Pflege sind für uns zentrale politische Gestaltungsfelder, um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu erhalten.

Wir wollen soziale Rechte sichern und eine gute medizinische Versorgung für alle Bürgerinnen und Bürger gewährleisten.

 

CDU hat endlich begriffen, dass man den Kommunen helfen muss

Zur Vorstellung des CDU-Konzepts ‚Zins- und Entschuldungshilfe für Kommunen‘ erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Norbert Römer:

„Es ist erfreulich, dass die CDU endlich begriffen hat, dass das Land den Kommunen finanziell unter die Arme greifen muss. Hätte die abgewählte Landesregierung Rüttgers den Städten und Gemeinden allerdings in ihrer Amtszeit nicht rund drei Milliarden Euro weggenommen bzw. vorenthalten, wären die finanziellen Probleme der kommunalen Familie deutlich geringer.

Erfreulich ist auch, dass die CDU-Fraktion heute noch einmal den gemeinsamen Beschluss des Landtags betont, der den Bund in die Pflicht nimmt und die Übernahme von 50 Prozent der bundesgesetzlich geregelten Soziallasten fordert. Hier erwarten wir, dass der CDU-Landesvorsitzende Norbert Röttgen endlich seine Sprachlosigkeit überwindet und offensiv in Berlin dafür eintritt.

Das Konzept der CDU für die Hilfe an die Kommunen im Lande bleibt allerdings nebulös. Das Land geht mit dem von SPD-Innenminister Ralf Jäger vorgestellten Stärkungspakt an die finanzielle Schmerzgrenze. Eine Erhöhung der Mittel, wie von der CDU gefordert, ist nicht zu verantworten. Zumal eine seriöse Gegenfinanzierung heute nicht mitgeliefert wurde.

 

Kurze Beine – kurze Wege

Zum heute von der VBE vorgestellten Gutachten zur Situation an den Grundschulen des Landes erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Renate Hendricks:

„Das Gutachten gibt richtige Hinweise auf erforderliche organisatorische und pädagogische Entwicklungslinien. Um darauf angemessen reagieren zu können, gibt es einen Bedarf an pädagogischen Lösungsmöglichkeiten um vor Ort ein wohnortnahes Schulangebot zu ermöglichen.“

Renate Hendricks: „Wir dürfen daher nicht nur auf die Größen der Klassen schauen, sondern wir müssen verstärkt pädagogische Möglichkeiten des jahrgangs- und klassenübergreifendes Lernen, Lernen in Gruppen und längeres gemeinsames Lernen - auch über die vierte Klasse hinaus - in den Blick nehmen, um eine wohnortnahe Schullandschaft in NRW erhalten zu können.“

 

Schwarz-Gelb verschlechtert Chancen am Arbeitsmarkt

Mit den Stimmen von Union und FDP hat der Bundestag heute das schwarz-gelbe Gesetz zur Verschlechterung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente beschlossen. Die Koalitionsparteien flankieren damit die massiven Kürzungen bei der Arbeitsförderung, die sie bereits im vergangenen Jahr beschlossen hatten. Bei der SPD-Fraktion treffen die Maßnahmen auf heftige Kritik. Es droht die Spaltung des Arbeitsmarktes – in gefragte Fachkräfte und abgehängte Langzeitarbeitslose. Während es Unternehmen in einigen Branchen und Regionen schon heute immer schwerer fällt, Arbeitsplätze mit qualifizierten Fachkräften zu besetzen, geht der Aufschwung an Langzeitarbeitslosen und bestimmten benachteiligten Gruppen größtenteils vorbei. Gerade jetzt bestünde die Chance, auch jene in Beschäftigung zu bringen, die am Rand stehen.

Doch Union und FPD verspielen mit dem Kahlschlag bei der Arbeitsförderung die Chancen, die der gegenwärtige Aufschwung bietet. Mit den drastischen Mittelkürzungen und den Einschnitten bei den Arbeitsmarktinstrumenten stellt Schwarz-Gelb notwendige Unterstützungsangebote für Arbeitssuchende in Frage.

 

SPD wird das Steuerabkommen mit der Schweiz im Bundesrat stoppen

Zum Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz, das die Finanzminister beider Staaten am 21. September 2011 unterzeichneten, erklären die finanzpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Nicolette Kressl und der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl, der die SPD-geführten Bundesländer in Finanzfragen koordiniert:

Das Steuerabkommen mit der Schweiz, das am Mittwoch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und seiner Schweizer Amtskollegin unterzeichnet haben, ist kein gutes Verhandlungsergebnis. Dieses Abkommen ist nicht die Lösung für das lang andauernde Problem. Bei der Steueramnestie der vergangenen rot-grünen Bundesregierung hatten wir wenigstens die Pflicht des reuigen Steuersünders, sich zu offenbaren. Durch das jetzt vorgelegte Abkommen werden Vermögen endgültig in die Anonymität entlassen. Dass es anders geht, zeigt das Vorgehen der USA. Dem Abkommen wird die SPD im Bundestag nicht zustimmen, die Bundesregierung steht ein weiteres Mal vor dem Scherbenhaufen einer dilettantischen Politik.

 

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