Am Mittwoch war hoher Besuch aus Berlin angesagt, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands Sigmar Gabriel war ins Festzelt in Minden-Hahlen gekommen, um die lokalen Landtagskandidaten Inge Howe (MdL) und Erst-Wilhelm Rahe zu unterstützen.
Das Festzelt war bis auf den letzten Platz besetzt, so das viele weitere Gäste sehen mussten, um der Rede des Parteivorsitzenden zu verfolgen.
Die Menschen merken, dass es um viel geht in NRW. Vor allem natürlich in der Bildungspolitik, aber auch mit Blick auf die Städte und Gemeinden. Die Kommunen in NRW müssen Schwimmbäder schließen und können Schulen nicht sanieren, weil Schwarz-Gelb abenteuerliche Steuergeschenke an Hoteliers gemacht hat. Und natürlich wissen die Bürgerinnen und Bürger, dass Schwarz-Gelb die gesetzliche Krankenversicherung zerschlagen und Geringverdiener höher belasten will.
Wirtschaftspolitik, Kinderbetreuung, Schule und Kommunalfinanzen wurden thematisiert
Minden (mt/ani). Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer (IHK) diskutierten fünf heimische Landtagskandidaten unter anderem Aspekte der Wirtschaft.
Moderiert von Helmut Dennig (Vorsitzender des Vorstandes der Denios AG, Bad Oeynhausen) wurde den Kandidaten Kai Abruszat (FDP), Bettina Fuhg (Bündnis 90/Die Grünen), Inge Howe (SPD), Karl Erich Schmeding (CDU) und Jannik Seidler (Die Linke) "auf den Zahn gefühlt", bevor am 9. Mai der neue Landtag in Nordrhein-Westfalen gewählt wird.
Zu Beginn der Veranstaltung trug Karl-Ernst Hunting (Leiter der IHK-Zweigstelle Minden) die IHK-Positionen vor. Diese waren als "Vision" formuliert, die im Jahr 2015 einen Rückblick auf die vergangene Legislaturperiode skizziert. Nach einer kurzen Bewerbungsrede der jeweiligen Kandidaten wurden jedem Landtagsbewerber von Günter Hagedorn (Geschäftsführer der G.U.T. Gesellschaft für Unternehmensberatung und Training GmbH, Hille) Kurzfragen zu persönlichen und Führungsaspekten sowie zu politischen Aspekten und Wirtschaftskenntnissen gestellt. Hierbei war durch die zügige und spontane Vervollständigung von je zehn angefangenen Sätzen vor allem die Schlagfertigkeit der Kandidaten gefragt.
Inge Howe Montag bis Samstag, von 07.00 Uhr bis 20.00 Uhr im Einsatz
Der SPD Ortsverein Rehme hat in einem gemeinsamen Aktionsstand mit den Jusos aus Minden-Lübbecke am Freitag, dem 30. April 2010, von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr vor dem WEZ in Rehme, Alter Rehmer Weg, den interessierten Bürgern aktuelle politische Themen zur Diskussion gestellt.
Neumitgliederbegrüßung und Kandidatenvorstellung
Hille (mk). Der SPD-Ortsverein Hille hatte kürzlich einen ganz besonderen Anlass zum feiern: drei neue Mitglieder konnten erfolgreich für die Partei geworben werden.
Neben den Neumitgliedern Bärbel Hampel, Andreas Kühl und Edith Lohmann konnte die Vorsitzende des Ortsvereins, Mamke Kühl, auch zahlreiche Mitglieder in der Alten Brennerei in Hille begrüßen. Außerdem waren Ernst-Wilhelm Rahe, Landtagskandidat der SPD im Mühlenkreis, Bürgermeister Michael Schweiß sowie die Gemeindeverbandsvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Ulrike Grannemann gekommen, um die frischgebackenen SPD-Mitglieder Willkommen zu heißen.
15 Wohnheimplätze rasch belegt
Minden (mt). Im Herzen der Stadt gibt es eine neue Wohnstätte für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Gestern eröffnete der Trägerverein Club 74 das Haus "Wohnen im Park" auf dem Gelände der Begegnungsstätte "Prinz Friedrich"in der Johansenstraße offiziell.
Offizielle Einweihung: Architekt Andreas Steinmeier, der die Utluchten als aus der Weserrenaissance bekanntes regionaltypisches Element in seinen Entwurf übernommen hatte, übergab Heimleiter Dirk Ruschitzka (rechts) den symbolischen Schlüssel für die Wohnstätte "Wohnen im Park".
Offizielle Einweihung: Architekt Andreas Steinmeier, der die Utluchten als aus der Weserrenaissance bekanntes regionaltypisches Element in seinen Entwurf übernommen hatte, übergab Heimleiter Dirk Ruschitzka (rechts) den symbolischen Schlüssel für die Wohnstätte "Wohnen im Park". |
Thema Pflege beschäftigt Frauen
Minden (mt/ani). Zum zweiten Mal hieß es "Damenwahl": Aus Anlass der bevorstehenden Landtagswahl hatte die Arbeitsgemeinschaft der Frauenverbände, Frauen der Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Autonome im Kreis Minden-Lübbecke zu der Veranstaltung ins E-Werk eingeladen.
Rund 50 Besucherinnen und Besucher verfolgten die Diskussionen und Dialoge mit vier von acht Landtagskandidaten im Wahlreis 89 (Minden-Lübbecke II). Den im Schwerpunkt frauenpolitischen Fragen stellten sich die Kandidaten Karl Erich Schmeding (CDU), Inge Howe (SPD), Kai Abruszat (FDP) und Bettina Fugh (Bündnis 90/Grüne).
Herzzentrum sagt Termin ab / Inge Howe und Stefan Schwartze warten auf Organspende-Petition
Bad Oeynhausen. "Uns erschließt sich nicht, warum der Termin abgesagt worden ist", sagt Inge Howe. Eigentlich wollten sich die SPD-Landtagsabgeordnete und Stefan Schwartze (MdB) am heutigen Dienstag mit Mitgliedern des Petitionsausschusses des deutschen Bundestags mit Prof. Dr. Jan Gummert im Herz- und Diabeteszentrum treffen, um eine Petition zum Thema Organspende entgegen zu nehmen.
Doch der Termin wurde am 14. April kurzfristig von dem neuen HDZ-Geschäftsführer Wolfgang Hecker abgesagt. "Dieses Vorgehen ist umso erstaunlicher, da der Anstoß zu dieser Petition aus dem Herzzentrum kam", wundert sich Stefan Schwartze. Der SPD-Politiker ist Mitglied im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.
Lernen fürs Politikerleben
Porta Westfalica (mt). Wahlveranstaltungen geraten für Politiker mitunter zu Lehrstunden. In der Gesamtschule haben fünf Landtagskandidaten gelernt, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft unmittelbar mit der persönlichen Glaubwürdigkeit zusammenhängt.
Besonders Karl Erich Schmeding (CDU) bekommt das am Donnerstagnachmittag zu spüren. Anfangs liest er noch von einem Parteipapier ab, während einige Jugendliche im gut gefüllten Forum sich weiter munter unterhalten, Blicke auf ihre Handys werfen und den vorgestanzten Aussagen zur christdemokratischen Bildungspolitik allenfalls mäßige Aufmerksamkeit schenkten.
Wenig später ist es mucksmäuschenstill. Erneut hat Schmeding das Wort. Jetzt blickt er ins Publikum und nicht auf einen Zettel, und dieses Mal berichtet er von seinen Erfahrungen als Vater zweier studierender Kinder. Handys sind plötzlich Nebensache.
Schmeding verteidigt die unpopulären Studiengebühren, obwohl er selbst zahlen muss. Ohne diese Gebühren, sagt er, sähe es an den Unis noch schlechter aus und erzählt von Hörsälen mit vier- bis fünfhundert Studenten und Seminaren mit 80 Leuten und mehr. Die Finanzierung der Gebühren hält er für machbar, auch ohne gut verdienende Eltern. "Studenten können Kredite bekommen für ganz wenig Zinsen."