SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Von der Leyen darf Bundesagentur für Arbeit nicht aushungern

Zu den im Koalitionsausschuss getroffenen Vereinbarungen bezüglich der Reform der Arbeitsmarktinstrumente und zu den Sparbeschlüssen im Bereich Arbeitsmarktpolitik für das Haushaltsjahr 2011 erklären die Sprecherin für Arbeit und Soziales der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme und ihre Stellvertreterin Katja Mast:

Die geplanten Kürzungen bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik von 2,5 Milliarden Euro allein im Jahr 2011 werden definitiv und ohne jeden Zweifel zu Lasten der Arbeitslosen gehen. Alle anderen Behauptungen sind gelogen. Einen derartigen Betrag kann niemand unbemerkt einsparen. Es wird ganz selbstverständlich Stellenkürzungen bei der Bundesagentur für Arbeit geben. Es wird ebenso selbstverständlich bei der aktiven Förderung zu weniger Leistungen für Arbeitslose kommen.

 

Koalition will Internet-Sperrgesetz abschaffen

Anlässlich der Ankündigung des Koalitionsausschusses der schwarz-gelben Bundesregierung, das Zugangserschwerungsgesetz aufheben zu wollen, erklären der zuständige Berichterstatter der Arbeitsgruppe Rechtspolitik der SPD-Bundestagsfraktion Burkhard Lischka, der netzpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Lars Klingbeil gemeinsam mit Petra Kammerevert, MdEP, zuständige Berichterstatterin im Kulturausschuss des Europäischen Parlamentes:

Politik und Bürger haben es gemeinsam geschafft: Das Internetsperrgesetz fällt. Der Koalitionsausschuss der schwarz-gelben Bundesregierung hat gestern beschlossen, dass das Zugangserschwerungsgesetz endgültig abgeschafft und ein Aufhebungsgesetz vorgelegt werden soll. Die SPD begrüßt diese Entscheidung. Endlich hat sich in allen Fraktionen die Erkenntnis durchgesetzt, dass Internetsperren wenig effektiv, ungenau und technisch ohne großen Aufwand zu umgehen sind, keinen Beitrag zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs leisten und zudem eine Infrastruktur schaffen, die von vielen zu Recht mit Sorge gesehen wird. Zugleich begrüßt die SPD, dass damit endlich der derzeitige Rechtszustand, der einen eklatanten Bruch der Verfassung darstellt, beendet und das Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornografie in Kommunikationsnetzen aufgehoben wird.

 

Auch Ministerin sieht keinen dritten Weg

Barbara Steffens antwortet zum Thema Rettungsdienst

Bad Oeynhausen (juk). Auf Hilfe aus Düsseldorf können die Johanniter nicht bauen. Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat gestern ihre Sicht zur Zukunft des Rettungsdienstes in Bad Oeynhausen erklärt. In ihren Briefen an SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe, die das Schreiben gestern an die Ratsfraktionen weiterleitete, und Johanniter-Vorstand Ralf Bröenhorst skizziert sie keinen dritten Weg, der an einer europaweiten Ausschreibung oder der Kommunalisierung des Dienstes vorbeiführen würde.

In der Ratssitzung, die heute, Mittwoch, um 17 Uhr im Saal des Rathauses beginnt, soll die Entscheidung über eine Neuordnung des Rettungsdienstes fallen. Den Vertrag mit den Johannitern hatte die Stadt Ende März gekündigt. „Dass dieser Vertrag rechtswidrig war, sieht auch die Ministerin so“, sagte. Inge Howe gestern zur NW.

Die Verwaltung favorisiert nun zum nächsten Jahr die komplette Übernahme des Dienstes in die Hände der Stadt, die „Kommunalisierung“. Bislang teilen sich Johanniter und Feuerwache die Aufgabe. Die Johanniter fahren etwa 9.000 Einsätze pro Jahr in Bad Oeynhausen, die städtische Wache rund 7.000. Mit der Kommunalisierung wären die Johanniter aus dem Geschäft, bis zu 30 Arbeitsplätze stünden nach Angaben der Johanniter auf dem Spiel.

 

Jusos werden sich noch stärker einbringen

Am letzen März-Wochenende, hatten die Mühlenkreis-Jusos ihre diesjährige Unterbezirkskonferenz. Als Gäste durften die Jusos den Minden-Lübbecker Landrat Dr. Ralf Niermann, das NRWSPD-Vorstandsmitglied Ernst-Wilhelm Rahe und die Herforder Juso-Kreisvorsitzende Korinna Klute begrüßen.

Neben den Delegiertenwahlen und Beschluss des Arbeitsprogramms für die nächsten 2 Jahre stand auch die Neuwahl des Juso-Unterbezirksvorstands an.

An der Spitze fand ein Generationswechsel statt, nach mehr als 6 Jahren im führenden Positionen des Juso-Unterbezirksvorstandes trat der Mindener Jens Hübsch nicht mehr für den Vorsitz der Minden-Lübbecker Jusos an, er wird aber dem Unterbezirksvorstand als beratendes Mitglied weiter angehören.

Als sein Nachfolger wurde Micha Heitkamp aus Hille gewählt. Unterstützt wird Heitkamp durch Anna Lisa Steinmeier (Hille/Löhne) und Jens Vogel (Bad Oeynhausen), die als stellvertretende Juso-Vorsitzende wiedergewählt wurden. Die Kasse wird weiterhin von Johannes Zück (Minden) verwaltet.

In den erweiterten Vorstand der Mühlenkreis-Jusos wurden als Beisitzer gewählt: Robin Niemann (Hille), Carolin Hein (Espelkamp), Torsten Kuntemeier (Porta Westfalica), Mevlüt Özev (Bad Oeynhausen), Max Bense (Petershagen), Tayfun Yildizer und Jonas Kroener (beide aus Minden). Diesem wird auch Julia Schubert aus Lübbecke, als stellvertretende Regionalvorsitzende der JusosOWL angehören.

 

Nahles glaubt nicht an schwarz-gelben Politikwechsel

Foto: Jaenicke

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles erwartet durch den angekündigten Rücktritt Guido Westerwelles von Parteivorsitz und der Vizekanzlerschaft weder die Erneuerung der Liberalen noch eine bessere Regierungsführung. Auch Angela Merkel sei für politische Fehlentscheidungen verantwortlich. Nun können sie sich nicht mehr hinter Westerwelle „verstecken“.

Nach dem angekündigten Verzicht Guido Westerwelles auf die Vizekanzlerschaft und den FDP-Parteivorsitz wird in Berlin über seine Nachfolge und eine mögliche Kabinettsumbildung spekuliert. Klar ist: Westerwelle wird auf dem FDP-Parteitag im Mai nicht erneut für den Vorsitz kandidieren. Und er wird in absehbarer Zeit nicht mehr Merkels Stellvertreter sein. 

Ob den Erwartungen gemäß der derzeitige Gesundheitsminister Philipp Rösler beide Ämter übernimmt und auch möglicherweise in ein anderes Ressort wechselt, bleibt noch offen. Aufsteigen könnten auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner und der Staatssekretär im Gesundheitsministerium Daniel Bahr.

 

Westerwelle muss jetzt Wahlkampfversprechen einlösen: Dritten Staatssekretärsposten abschaffen

Im Zusammenhang mit dem angekündigten Verbleib des bisherigen FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle im Amt des Bundesaußenministers erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler:

Guido Westerwelles angekündigter Rückzug auch von der Funktion des Vizekanzlers muss zwangsläufig zum Verzicht auf den dritten Staatssekretärsposten im Auswärtigen Amt führen, dessen Abschaffung die FDP im letzten Bundestagswahlkampf noch lautstark gefordert hatte. Nach der Wahl wollte sie daran plötzlich nicht mehr erinnert werden und begründete das Festhalten einzig und allein mit der Doppelfunktion von Außenminister und Vizekanzler. Diese Begründung ist jetzt hinfällig.

Darüber hinaus ist auch der Verbleib von Westerwelle im Amt des Außenministers mehr als fragwürdig. Bereits jetzt hat auch innerhalb seiner eigenen Partei die Debatte um seinen Verbleib im Auswärtigen Amt begonnen und zwar völlig zu Recht.

 

Arbeitnehmerfreizügigkeit: Bundesregierung ignoriert die Probleme

Zur heutigen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales zur Arbeitnehmerfreizügigkeit erklären die arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme und der zuständige Berichterstatter Josip Juratovic:

Dass wir in der Anhörung nur Oppositionsanträge zur Arbeitnehmerfreizügigkeit behandeln, zeigt, dass sich Schwarz-Gelb noch keinerlei Gedanken zu diesem Thema gemacht hat. Die Bundesregierung ignoriert die Probleme, die ab 1. Mai auf unserem Arbeitsmarkt auftreten werden.

Wir müssen dringend noch vor der Vollendung der Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai 2011 politisch handeln, um Lohn- und Sozialdumping zu verhindern. Darin sind sich auch alle Sachverständigen in ihren schriftlichen Stellungnahmen einig.

Die SPD will, dass die Arbeitnehmer aus den Staaten, die ab 1. Mai ohne zusätzliche Arbeitsgenehmigung zu uns können, faire Löhne und gute Bedingungen vorfinden. Dazu fordern wir die Regierung auf, für Deutschland einen allgemeinen Mindestlohn, eine gute und mehrsprachige Beratung für alle entsandten Arbeitnehmer und eine angemessene Kontrolle der Arbeitgeber sicherzustellen.

 

Schröder macht es sich zu einfach – Bundesregierung steht in der Pflicht

Foto: Jaenicke

Zu den heutigen Äußerungen der Bundesfamilienministerin Kristina Schröder zum Krippenausbau erklärt die stellvertretende Parteivorsitzende und Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:

So leicht kann sich Frau Schröder nicht aus der Verantwortung stehlen. Der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz für alle Kinder ab Eins muss bis 2013 umgesetzt sein. Darauf müssen sich die Eltern in diesem Land verlassen können. Doch selbst von der bis dahin angestrebten Betreuungsquote in Höhe von 35% sind gerade die westlichen Bundesländer noch weit entfernt. Viele Kommunen schlagen schon seit langem Alarm, weil sie befürchten, den tatsächlichen Bedarf ab 2013 nicht decken zu können. Hinzu kommt, dass alle Expertinnen und Experten davon ausgehen, dass insbesondere in städtischen Regionen der Bedarf nach und nach auf 40-60% steigen wird.

 

 

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