SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Besteuerung der Spitzenverdiener ist Gerechtigkeitsfrage

Zur Einforderung einer höheren Besteuerung von Spitzenverdienern durch den Bundestagspräsidenten Lammert erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:

Bundestagspräsident Lammert hat erkannt, dass eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern und Vermögenden vor allem eine Frage der Gerechtigkeit in einer Gesellschaft ist. Es ehrt Herrn Lammert, wenn er sich mit der zunehmenden Ungleichheit in Deutschland und mit dem immer stärkeren Auseinanderklaffen von Einkommen und Vermögen nicht zufrieden geben will.

Leider sind immer noch viele im konservativ-liberalen Lager nicht auf diesem Erkenntnisstand. Der Bundestagspräsident sollte sich von den reflexhaften Zurechtweisungsversuchen aus dem Koalitionslager nicht beirren lassen.

 

Regierung – faul oder ratlos?

Zur Demografie-Strategie der Bundesregierung erklären die Sprecher der AG Demografischer Wandel der SPD-Bundestagsfraktion Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Franz Müntefering:

Die Bundesregierung kann mal wieder einen angekündigten Termin nicht einhalten. Sie wollte ihre "Demografie-Strategie" am 28. März auf der Tagesordnung des Kabinetts haben und dann beschließen. Deshalb war das Thema am 26. Februar Gegenstand der Beratungen im Koalitionsausschuss. Und so bestätigte Innen-Staatssekretär Christoph Bergner die Terminlage auch am 1. März 2012 im Bundestag noch einmal: "Ende März". Der auch schon angekündigte Demografie-Gipfel mit der Kanzlerin deutete sich für April an.

Aber plötzlich verschwindet nun das Thema wieder von der Tagesordnung des Kabinetts am 28. März 2012. Was ist passiert? Kämpft Rösler mal wieder wie ein Löwe um eine andere Lösung? Oder hat der federführende Innenminister nun wirklich noch keine Lust auf das geliebte Thema? Schiebt man das Thema, damit man nicht noch in dieser verkorksten Legislatur in Sachen Demografie zum Handeln kommen muss? Oder sind denen, die die Übersicht noch nicht ganz verloren haben, Zweifel gekommen und die Einsicht, dass das Merkel/Rösler-Papier aus dem Koalitionsausschuss mangelhaft ist und dass nachgearbeitet werden muss? Peinlich ist das auf jeden Fall.

 

Erfolgreicher Schuldenschnitt: Zeichen der Hoffnung für Griechenland

Zum Ergebnis des griechischen Schuldenschnitts erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:

Die hohe Bereitschaft privater Gläubiger, sich am griechischen Schuldenschnitt zu beteiligen, ist ein Zeichen der Hoffnung, dass es mit Griechenland wieder aufwärts gehen kann.

Jetzt muss allerdings die Politik liefern: Die Politik der deutschen Regierung muss endlich ihre kurzsichtige Fixierung auf Austeritätspolitik aufgeben.

Die Politik in der Europäischen Union muss sich endlich zu umfangreichen und mehrjährigen Wachstumsprogrammen für Griechenland durchringen. Und die Politik in Griechenland selbst muss ihre sehr weitgehenden Hausaufgaben machen; der griechische Staat und die griechische Wirtschaft müssen ein völlig neues Aussehen erhalten.

Wenn das alles passiert, wird eine ungeordnete Zahlungsunfähigkeit Griechenlands nicht nur aufgeschoben, sondern dauerhaft verhindert. Der jetzt stattfindende Schuldenschnitt in Griechenland muss ein Unikat bleiben. In anderen Staaten darf es nicht soweit kommen. Nur dann werden Investoren weltweit in der Zukunft wieder bereit sein, europäische Staatsanleihen zu kaufen.

 

Ferner: Die Zeit ist reif für mehr Frauen in den Führungsetagen der deutschen Wirtschaft

Anlässlich der ersten Lesung des SPD-Gesetzentwurfes über eine gesetzliche 40-Prozent-Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen mitbestimmter Wirtschaftsunternehmen (Chancengleichheitsförderungsgesetz) erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Elke Ferner:

Nach elf Jahren Stillstand ist die Zeit reif für neuen Fortschritt. Die SPD-Bundestagsfraktion hat einen Gesetzentwurf zur Steigerung des Frauenanteils in Aufsichtsräten und Vorständen vorgelegt. Er sieht einen Stufenplan vor, mit dem ab dem Jahr 2015 mindestens 40 Prozent Frauen in die Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen einziehen können.

Schwarz-Gelb hingegen ist hoffnungslos zerstritten. Die FDP-Boygroup sitzt im Bremserhäuschen und hat sich endgültig von einer wirksamen Gleichstellungspolitik verabschiedet. Frau Schröder und Frau Merkel weinen gemeinsam mit anderen Ewig-Gestrigen in der Union der Idee einer unwirksamen Flexi-Quote nach. Anstatt nur ihrem Ego zu frönen und gegeneinander zu arbeiten, sollten Merkel, Schröder und von der Leyen sich gemeinsam mit uns auf den Weg machen, um endlich Verbesserungen zu erreichen. Magere 3,7 Prozent Frauen in den Vorständen der DAX30-Unternehmen und nur rund 16 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten sind ebenso inakzeptabel wie das Lohngefälle von über 21 Prozent zwischen Frauen und Männern.

 

Regelung zum Sorgerecht: Schwarze-Peter-Spiel zwischen Vater und Mutter bleibt bestehen

Zum Ergebnis des Koalitionsausschusses die elterliche Sorge bei nichtverheirateten Eltern neu zu regeln, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht:

Es ist eine vertane Chance der schwarz-gelben Regierung, dass sie sich nicht dem Vorschlag der SPD-Bundestagsfraktion zur elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern zuwendet. Die SPD-Lösung ist ausgewogen, unbürokratisch und hilft mit Vermittlungsversuchen, die einem Familiengerichtsverfahren vorgeschaltet werden, zu informieren und Konflikte beizulegen.

Die Beschäftigung des Koalitionsausschusses der schwarz-gelben Regierung mit dem Thema ist ein Armutszeugnis: Wenn fachliche Fragen nicht mehr von Fachministerien und Fachpolitikerinnen und -politikern gelöst werden, sondern gleichsam als politische Fragen im Koalitionsausschuss landen, beweist das den maroden Zustand von Schwarz-Gelb.

 

Altersbilder erneuern – Diskriminierung abbauen

Zur Anhörung des Familienausschusses zum 6. Altenbericht "Altersbilder in der Gesellschaft" erklären die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks und die zuständige Berichterstatterin Petra Crone:

Die Sachverständigen in der gestrigen Anhörung haben betont, dass gängige Altersbilder in unserer Gesellschaft auf den Prüfstand gehören. Starre Altersgrenzen beispielsweise bei Arbeitsverhältnissen oder im Engagementbereich sind zum Teil diskriminierend. Sie fördern falsche Annahmen von der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Generationen.

 

Grünkohlessen und Jubilarehrung

Foto: SPD

Rahdener Sozialdemokraten blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück

Rahden (WB). Gut besucht ist die Ortsvereinsversammlung der SPD Rahden im Gasthaus Rosenbohm gewesen. Besonders begrüßt hat Vorsitzender Claus-Dieter Brüning die heimische Landtagsabgeordnete Inge Howe, die einen Zwischenbericht aus der Arbeit der Landtagsfraktion vortrug und dabei Licht in die Wirrungen um die Dichtigkeitsprüfungen brachte.

Transparenz brachte Inge Howe ebenso in die jüngste Diätenerhöhung im Zusammenhang mit der Altersversorgung der Landtagsabgeordneten.

Gern übernahm Howe die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften. Persönlich geehrt wurden Heinz Kokemohr für 40 Jahre Mitgliedschaft und Heinz Steinkamp für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD. Die Auszeichnungen von Egon Meier 40 Jahre und Wilhelm Hopmann 25 Jahre (beide verhindert) werden in Kürze nachgeholt.

 

Abgeordnete wollen sich kümmern

Einträchtig im Einsatz | FOTO: REINHARD ROHLF

Von Baurecht und anderem Behördenärger: Der Petitionsausschuss des Landtages war erstmals zu Besuch

Paderborn. Ihre Ohren ganz nah dran an den Sorgen der Bürger hatten gestern im Kreishaus fünf Abgeordnete des Düsseldorfer Landtages, allesamt Mitglieder des Petitionsausschusses. 30 Bürgerinnen und Bürger - die meisten aus den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Herford, kamen zur ersten Paderborner Bürgersprechstunde des Ausschusses.

Gefragt war Frust mit Behörden - etwa der Art, wie ihn zwei Schwerbehinderte aus Paderborn bei der stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Inge Howe vorbrachten: Sie hätten sich beim Landrat über ihre Behandlung durch Polizisten beschwert, fühlten sich aber nicht ernst genommen und in ihren Menschenrechten verletzt. Inge Howe: "Wir werden jetzt hören, was der Landrat dazu sagt."

 

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13.07.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

26.06.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

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