
Zum Ergebnis des griechischen Schuldenschnitts erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Joachim Poß:
Die hohe Bereitschaft privater Gläubiger, sich am griechischen Schuldenschnitt zu beteiligen, ist ein Zeichen der Hoffnung, dass es mit Griechenland wieder aufwärts gehen kann.
Jetzt muss allerdings die Politik liefern: Die Politik der deutschen Regierung muss endlich ihre kurzsichtige Fixierung auf Austeritätspolitik aufgeben.
Die Politik in der Europäischen Union muss sich endlich zu umfangreichen und mehrjährigen Wachstumsprogrammen für Griechenland durchringen. Und die Politik in Griechenland selbst muss ihre sehr weitgehenden Hausaufgaben machen; der griechische Staat und die griechische Wirtschaft müssen ein völlig neues Aussehen erhalten.
Wenn das alles passiert, wird eine ungeordnete Zahlungsunfähigkeit Griechenlands nicht nur aufgeschoben, sondern dauerhaft verhindert. Der jetzt stattfindende Schuldenschnitt in Griechenland muss ein Unikat bleiben. In anderen Staaten darf es nicht soweit kommen. Nur dann werden Investoren weltweit in der Zukunft wieder bereit sein, europäische Staatsanleihen zu kaufen.





