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Rentenversicherungsbericht 2020 – Gesetzliche Rente ist gut aufgestellt, aber es geht besser

Veröffentlicht am 26.11.2020 in Bundestagsfraktion

Foto: pixabay.com

Die Bundesregierung hat den Rentenversicherungsbericht 2020 und den Alterssicherungsbericht vorgelegt. Diese zeigen: die gesetzliche Rente ist gut aufgestellt, aber bei betrieblicher und privater Altersvorsorge ist noch Luft nach oben – gerade für Geringverdiener. Auch deswegen ist die Durchsetzung der Grundrente ein Erfolg.

Kerstin Tack, arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecherin;
Ralf Kapschack, zuständiger Berichterstatter:

„Der jetzt vorgelegte Rentenversicherungsbericht zeigt, die Deutsche Rentenversicherung ist gut aufgestellt. Der Beitragssatz wird die bis 2025 geltende Grenze von 20 Prozent nicht erreichen, bei einem stabilen Rentenniveau von 48 Prozent. Das Rentenniveau muss aus unserer Sicht auch nach 2025 auf dem heutigen Stand gesichert werden, um das Vertrauen in die gesetzliche Rente zu erhalten.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge ist deutlich Spielraum für eine stärkere Verbreitung. Gerade bei Geringverdienerinnen und Geringverdienern zeigt sich, dass mehr als die Hälfte von ihnen weder eine betriebliche noch eine private Vorsorge für das Alter haben. Vor allem diese Gruppe ist auf eine stabile gesetzliche Rente angewiesen. Auch deswegen war die erfolgreiche Durchsetzung der Grundrente richtig und wichtig. Seit 2018 besteht mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz die Möglichkeit für die Tarifpartner, erhebliche Förderungen von Betriebsrenten in Anspruch zu nehmen. Dieses Angebot, gerade für Geringverdiener, sollte dringend stärker genutzt werden, zumal wir in diesem Jahr die Förderung noch weiter ausgebaut haben.

Der Alterssicherungsbericht belegt, dass nach wie vor erhebliche Unterschiede bei den Renten von Männer und Frauen bestehen. Auch hier zeigt sich erneut, dass Rente ein Spiegelbild des Erwerbslebens ist, sowohl was die Beschäftigungsdauer als auch was die Entlohnung angeht.

Trotz der Corona-Pandemie werden die Renten bis 2034 voraussichtlich jährlich durchschnittlich um zwei Prozent steigen. Sie folgen damit weiterhin der prognostizierten Lohnentwicklung. Auch dies ist ein Erfolg sozialdemokratischer Rentenpolitik.“

 

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