SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Umsteuern in der Ernährungspolitik

Veröffentlicht am 04.11.2020 in Bundestagsfraktion

Foto: pixabay.com

Die SPD-Bundestagsfraktion fordert in ihrem Positionspapier „Ernährungsarmut in Deutschland bekämpfen“ ein Umsteuern in der Ernährungspolitik: Es muss für alle leichter werden, sich gesund zu ernähren. Maßnahmen wie ein EU-weit verpflichtender Nutriscore, verbindliche Reduktionsziele für Zucker, Fett und Salz und DGE-Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung sollen dabei unterstützen.

Ursula Schulte, ernährungspolitische Sprecherin:

„Ernährungsbedingte Krankheiten in Folge von Ernährungsarmut und Fehlernährung sind ein wachsendes Problem, mit hohen Folgekosten für das Gesundheits- und Sozialsystem. Verbraucherinnen und Verbraucher werden in Deutschland zu wenig im Bemühen um gesunde Ernährung unterstützt. Im Gegenteil, bereits Kinder sind falschen Essanreizen ausgesetzt durch überall präsente überzuckerte Produkte. Das wollen wir ändern.

Freiwillige Vereinbarungen reichen nicht. Wir brauchen verbindliche Maßnahmen für ein gesünderes Ernährungsumfeld und bessere Produkte zur Erleichterung einer gesunden Ernährung von Kindheit an.

Wir fordern ein Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für ungesunde Lebensmittel. Zudem müssen Zucker, Fett und Salz in sogenannten Kinderlebensmitteln deutlich reduziert werden, damit sie den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation für eine ausgewogene Ernährung entsprechen.

Wir fordern eine den DGE-Standards entsprechende gesundheitsfördernde KiTa- und Schulverpflegung. Diese sollte kostenlos sein, damit alle Kinder unbürokratisch und unabhängig vom Geldbeutel der Eltern Zugang zu ausgewogenem Essen haben.

Auch die Positionierung von gesunden Lebensmitteln im Ladenregal oder in der Kantine und eine Preisbildung, die die Folgekosten einer ungesunden Ernährung stärker einbezieht, können dazu beitragen, dass die gesunde Wahl die leichtere wird. Wir wollen ein Gesamtkonzept, das auch die Wirtschaft in die Pflicht nimmt und Verbraucherinnen und Verbraucher endlich nicht mehr allein lässt mit der Verantwortung für eine gesunde Ernährung.“

 

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