SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Sie sprechen mit einer Stimme für den Erhalt einer lebendigen Region

Veröffentlicht am 21.04.2010 in Soziales

Es hat Tradition und es gab viele gute Gründe für ein gemeinsames Gespräch zwischen Kirchenführung und Sozialdemokratie im Kreiskirchenamt in Bad Oeynhausen.

An dem Gespräch nahmen die Superintendenten der evangelischen Kirchenkreise Herford, Minden, Lübbecke und Vlotho, der stellvertretende Dechant des Dechanats Herford-Minden-Lübbecke sowie die heimischen SPD-Landtagsabgeordneten und – kandidaten aus den Kreisen Herford und Minden-Lübbecke teil.

Kirche, Land und Kommune – drei scheinbar unterschiedliche Verantwortlichkeiten, jedoch geplagt vom selben Problem der drohenden Finanznot. Der Kreis Herford geht in die Haushaltssicherung, die Städte Löhne, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen voraussichtlich in den Nothaushalt und den Kirchenkreisen und Dechanaten brechen die Kirchensteuereinnahmen weg.

„Wir haben jährlich zurückgehende Steuereinnahmen zu verzeichnen und stehen vor notwendigen Reformüberlegungen“, verdeutlicht Superintendent Andreas Huneke die Situation.

In der Evangelischen Kirche Deutschlands gehe man seit Mitte der neunziger Jahre davon aus, dass aufgrund der demographischen Entwicklung etwa ein Drittel der Mitglieder sowie etwa die Hälfte der Finanzkraft verloren ginge.

Viele Kirchenkreise verkleinern entsprechend die Zahl der Kirchengemeinden und Pfarrstellen. „In unserem Kirchenkreis haben wir in der Vergangenheit bereits neuneinhalb Pfarrstellen abgebaut“, so Huneke.

Den Städten erginge es ähnlich, Sparlisten werden diskutiert, Angebote sollen eingeschränkt werden, doch „am Ende wird der Finanzausgleich in den Kommunen nicht zu erreichen sein“, befürchtet auch Michael Krause, Superintendent im Kirchenkreis Herford und verweist auf die Menschen, die doch eigentlich im Mittelpunkt stehen sollten.

„Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat mit soliden Finanzen, um vorhandene Leistungen von Kirche und Kommune im Sozial-, Alten- und Jugendbereich nicht unwiderruflich zu zerstören“, ergänzt der scheidende Landtagabgeordnete Karl-Heinz Haseloh und verweist auf gleiche Betroffenheiten von Kirche und Staat und auf die besonderen Herausforderungen im ländlichen Raum.

„Hier bei uns in den Flächenkreisen gibt es andere Betroffenheiten als in den Ballungsgebieten“. Ländliche Räume seien eher durch eine gewisse Überschaubarkeit und einem starken Bewusstsein für die gemeinsame Herkunft und Tradition geprägt. „Wir haben hier andere Probleme als die Großstädte im Ruhrgebiet“, so Dr. Rolf Becker, Superintendent im Kirchenkreis Lübbecke.

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer, auch zukünftig in der Fläche eine eigenverantwortliche wie öffentliche soziale Infrastruktur vorzuhalten.

„Es war für uns eine gute Gelegenheit, den Abgeordneten unsere Themen und Positionen mit auf den Weg zu geben“, erklärten die Kirchenvertreter.
Inge Howe und Ernst-Wilhelm Rahe unterstrichen: „Es war ein sehr fruchtbares Gespräch und wir werden den Dialog auf jeden Fall fortführen“.

Man wolle mit einer Stimme für Ostwestfalen-Lippe als starke, lebendige und stolze Region sprechen.

Im Gespräch (Foto v.l.n.r.):
Manfred Pollmeier (stv. Dechant Herford-Minden-Lübbecke),
Karl-Heinz Haseloh (Landtagsabgeordneter),
Dr. Rolf Becker (Superintendent Lübbecke),
Inge Howe (Landtagsabgeordnete),
Ernst-Wilhelm Rahe (Landtagskandidat Minden-Lübbecke),
Jürgen Tiemann (Superintendent Minden),
Andreas Huneke (Superintendent Vlotho-Bad Oeynhausen)

 

Homepage Inge Howe

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