SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Petitionsausschuss hört sich vor Ort in Meißen um

Veröffentlicht am 14.05.2011 in Presse

Beteiligte Institutionen erörtern Belästigung durch Verkehrslärm mit Ortsvorsteher Gäbler und stellvertretender Ausschussvorsitzende Howe

Minden-Meißen (mt). Um die Verkehrslärmproblematik in Meißen zu erörtern, hat der Petitionsausschuss des Landtages am Donnerstag alle beteiligten Institutionen an einen Tisch gebracht. Vor dem Beginn der Aussprache machten die Teilnehmer erst einmal eine Hörprobe an der B65 neu.

Seit Jahren quält Verkehrslärm die Meißener Bürger. Die stark befahrenen Bundesstraßen B65 neu und B482, dazu die alte Trasse der B65, durchziehen den Ort und zerteilen ihn. Lärmschutzwände oder ein Tempolimit könnten Abhilfe schaffen (MT vom 6. Mai 2010).

Nachdem Vorstöße bei den Baubehörden gescheitert waren - auch der städtische Bau-Beigeordnete Klaus-Georg Erzigkeit sah unter Berufung auf von Straßen-NRW errechnete Daten keine Überschreitung der Grenzwerte -, hatte Ortsvorsteher Günter Gäbler (SPD) sich an den Petitionsausschuss gewandt (MT vom 21. Januar 2011). Nach Eingang der Petition in Düsseldorf bat der Ausschuss, der aus 25 Parlamentariern besteht, das Fachministerium um Stellungnahmen, die dieses bei den beteiligten Behörden einholte.

Anhörungstermin angesetzt

In ihrer Eigenschaft als Berichterstatterin setzte die stellvertretende Ausschussvorsitzende, die heimische Landtagsabgeordnete Inge Howe (SPD), in dieser Woche einen Anhörungstermin mit allen beteiligten Institutionen an. Vor Beginn der nicht-öffentlichen Anhörung hörten sich die Teilnehmer erst einmal den Lärm auf der B65 neu im Bereich der Unterführung der Meißener Dorfstraße und unweit des Kreuzes mit der B482 an. Vertreten waren neben Günter Gäbler vonseiten der Petenten und Inge Howe als Repräsentantin sowie Günter Gross als Jurist des Petitionsausschusses Mitarbeiter des Verkehrsministeriums, des Landesbetriebs Straßen-NRW aus der Zentrale in Gelsenkirchen und der Niederlassung Ostwestfalen in Bielefeld, der Bezirksregierung Detmold, des Kreises Minden-Lübbecke und der Stadt Minden sowie der Polizei.

Die Anhörung erfolgte in der alten Schule Meißen. Mit dem Fazit nach rund zwei Stunden zeigte sich Gäbler zufrieden. Nach Auswertung der Verkehrszählungen im vorigen Jahr könnte die B65 auf Anregung des Juristen Gross 2012 in ein Pilotprojekt aufgenommen werden. GenerellesTempolimit sei zwar gemäß Vorschriften kaum möglich, wohl aber Geschwindigkeitsreduzierung in den Nachtstunden.

Auch während der Sitzung sei deutlich geworden, so Gäbler, dass es "in ganz NRW keine so gut ausgebaute Rennstrecke" gebe. Messungen hätten ergeben, dass sich schon jetzt 37 Prozent der Verkehrsteilnehmer an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung hielten. Sogar mehr als 200 km/h seien im Einzelfall gemessen worden.

Bild - Ortstermin:
Vor Ort hörten sich die Teilnehmer der Anhörungsrunde gemeinsam mit Inge Howe vom Petitionsausschuss des Landtages und Ortsvorsteher Günter Gäbler an, wie stark der Verkehrslärm ist, der von der B65 neu (Bild) ausgeht. | MT-Foto & Text: Langenkämper


Quelle: MT-online vom 13.05.2011

 

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