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NRW-Kriminalstatistik: Wir brauchen Antworten auf steigende Zahlen!

Veröffentlicht am 12.03.2025 in Landtagsfraktion

Foto: pixabay.com

NRW-Innenminister Herbert Reul hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 für Nordrhein-Westfalen vorgestellt.

Hierzu erklären Elisabeth Müller-Witt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag NRW, und Christina Kampmann, innenpolitische Sprecherin:

Christina Kampmann:

„Im vergangenen Jahr gab es weiterhin deutliche Anstiege in einigen Kriminalitätsfeldern, die Anlass zu großer Sorge geben. Insbesondere der Anstieg der Wohnungseinbrüche um 5,2 Prozent stellt eine zunehmende Bedrohung für die Sicherheit der Menschen in ihren eigenen vier Wänden dar. Erneut ist auch ein dramatischer Anstieg der Stichwaffenangriffe um mehr als 20 Prozent zu verzeichnen – eine Entwicklung, die auf eine weiter ungebremste Eskalation der Gewalt hinweist. Insgesamt zeigt sich im Bereich der Gewaltkriminalität ein besorgniserregender Trend: Trotz leichter Rückgänge im vergangenen Jahr ist im Zehnjahresvergleich ein Anstieg um 20 Prozent festzustellen. Die Gefahr von Gewaltkriminalität stellt also in Nordrhein-Westfalen nach wie vor eine ernsthafte Herausforderung dar. Besonders besorgniserregend ist auch der weitere Anstieg der Fälle von Widerstand gegen oder tätlichen Angriffen auf die Staatsgewalt, insbesondere auf Polizistinnen und Polizisten. Dieser Trend unterstreicht einmal mehr, wie wichtig es ist, die Arbeit und den Einsatz unserer Sicherheitskräfte zu unterstützen. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund gebührt ihnen unser Dank für ihren täglichen Einsatz und ihr Engagement, oft unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen.“

Elisabeth Müller-Witt:

„Der dramatische Anstieg der Fallzahlen im Bereich Cyberkriminalität um 7,8 Prozent und der damit verbundene Schaden in Höhe von über 32 Millionen Euro sind Zeugnis dafür, dass sich die Kriminalität zunehmend in den digitalen Raum verlagert. Diese Entwicklung ist nicht nur ein Zeichen für die Bedrohung von Unternehmen und Bürgern, sondern macht den dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf die notwendige Prävention und Bekämpfung dieser Kriminalitätsform sichtbar. Minister Reul muss dieser Bedrohung endlich aller höchste Priorität einräumen! Insgesamt bieten die aktuellen Zahlen keinen Anlass für die Landesregierung, um sich zurückzulehnen. Wir brauchen klare und effektive Antworten insbesondere auch auf die weiterhin hohe Bedrohung durch Gewaltkriminalität, ansteigende Wohnungseinbrüche und Cyberkriminalität. Die Wahrheit ist, dass die Kriminalität sich zunehmend in vielfältige und besorgniserregende Richtungen entwickelt – und die Landesregierung dem nach wie vor nicht genügend entgegenwirkt.“

 

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