SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Jetzt fällt nur noch das Laub

Veröffentlicht am 28.08.2009 in Presse

Statt der Axt rückte der Petitionsausschuss an: Sechs Linden an der Pettenpohlstraße gestern gerettet

Lübbecke. Ein paar Wochen lang hatten die Herren Sachbearbeiter vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb in Düsseldorf mächtig gemauert. Gestern gaben sie den Widerstand auf: Ja, die bröckelnde Mauer rund ums Amtsgericht darf repariert und ein paar Meter Richtung Gebäude versetzt werden. Ja, die sechs Linden dürfen weiter leben.

Im Kampf um die 30 Jahre alten Bäume war der Widerstand gegen das Fällen langsam gewachsen. Im Bauausschuss am 30. Juni hatten zunächst lediglich Georg Haering (Grüne) und Robert Broich (WL) gegen den Einsatz der Kettensägen an der Pettenpohlstraße gestimmt. Der Eigentümer des Grundstücks, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW, wollte die in vollem Saft stehenden Linden platt machen, weil Stämme und Wurzeln den Gehweg und die Mauer zerstörten. Ein Sicherheitsrisiko, hieß es. Zum Beispiel für Kinder, die auf dem bröckelnden Gemäuer balancieren. Dem Vorschlag, die Begrenzung zu versetzen, warf der BLB Steine in denWeg. "Geht nicht", hieß es aus Düsseldorf.

Anfang Juli formierte sich Bürgerprotest gegen den geplanten Lindentod. In einer spontanen Trauerfeier schmückten Ingrid Richter, Günter Niedringhaus und weitere Baumfreunde die Stämme mit schwarzem Flor. Auch Mitarbeiter des Amtsgerichts plädierten gegen das Fällen. Politiker aller Fraktionen schlossen sich an. 150 Unterschriften sammelte Ingrid Richter. Diese Liste landete bei Ingrid Howe, der Vorsitzenden des Petitionsausschusses beim Landtag NRW.

Gestern war Ortstermin mit dem BLB an der 70 Jahre alten Mauer rund um die ehemalige Finanzverwaltung, die 1938 eingeweiht wurde. Die Natursteine stammten aus dem Sandsteinbruch Lübbert in Nettelstedt. Vor 30 Jahren wurden die Bäume gepflanzt, erinnert sich Niedringhaus, "um die öde Pettenpohlstraße zu begrünen".

Nach dem Gespräch unter Linden jubelte Ingrid Richter: "Wunderbar, sie dürfen bleiben!" Inge Howe formulierte das Ergebnis des Gesprächs: "Wir haben eine Lösung gefunden: Die Mauer kann saniert und erhalten werden, sie gehört zum Charakter des Gebäudes. Ebenso kann die Natur weiter wachsen." Die Steine werden versetzt, den frei werdenden Grundstücksstreifen kauft die Stadt Lübbecke dem BLB ab.

Bildunterschrift: Ingrid Richter schneidet den schwarzen Flor vom Baumstamm ab. Mit ihr freuen sich die Landtagsabgeordnete Inge Howe (vorne, v.l.), Bürgermeisterin Susanne Lindemann und Stadtheimatpfleger Günter Niedringhaus. Volker Trüggelmann (hinten l.) und Reinhold Peter vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW halten sich etwas zurück. | FOTO: TYLER LARKIN)

Quelle: NW vom 28.08.2009

 

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