SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Gute Ausbildung ist beste Prävention vor Fachkräftemangel

Veröffentlicht am 22.06.2011 in Bundespolitik

Anlässlich des heutigen Beschlusses des Bundeskabinetts über ein neues Fachkräftekonzept erklärt der bildungs- und forschungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Ernst Dieter Rossmann:

Sparen bei der Aus- und Weiterbildung und große Konzepte zur Fachkräftezuwanderung passen nicht zusammen. Aus- und Weiterbildung bleiben die besten Instrumente im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Die Unternehmen dürfen nicht aus ihrer Verantwortung für die Sicherung der Fachkräftebasis entlassen werden.

Dass die Bundesregierung für Ärzte und Ingenieure bevorzugende Regelungen vorsieht, zeigt nur, dass hinter dem Fachkräftekonzept keine nachhaltige Strategie steht, sondern akute Lücken geschlossen werden sollen. Kleine Schritte in die richtige Richtung wie eine Absenkung der Einkommensgrenzen oder die Verbesserung der Möglichkeiten für ausländische Hochschulabsolventen können hierüber nicht hinweg täuschen.

Die Bundesregierung ist offenkundig nicht daran interessiert, die in Deutschland vorhandenen Potentiale auszuschöpfen. Hierzu finden sich im Konzept keine konkreten Änderungen. Wo bleiben neue Impulse, um den Frauenanteil in den besonders gefragten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) deutlich zu erhöhen und die hohen Abbrecherquoten zu senken? Wo die Initiativen, um die bereits in Deutschland lebenden Ausländerinnen und Ausländer besser zu qualifizieren? Auch zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat die Bundesregierung bisher zu wenig geleistet.

Es ist richtig, wenn der Verband Deutscher Ingenieure heute eine bundesweit einheitliche Bildungsstrategie gegen den Fachkräftemangel fordert. Hierzu müssen wir endlich das Kooperationsverbot in der Bildung abschaffen, damit der Bund die Bildungsanstrengungen der Länder unterstützen kann. All dies wären Bausteine einer echten Fachkräftestrategie.

 

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