SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

CDU-Fraktion redet desolate Schulpolitik schön

Veröffentlicht am 08.07.2008 in Schule und Bildung

"Mit ultimativer Lobhudelei versucht sich die CDU-Fraktion die desolate Schulpolitik der Landesregierung schön zu reden", kritisierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die heutige Stellungnahme der CDU-Fraktion und deren Interpretation der dimap-Umfrage zur Schulpolitik.

"Die CDU-Fraktion blendet die massive Kritik von Eltern, Lehrkräften, Verbänden sowie Schülerinnen und Schülern vor allem an den Kopfnoten, der Organisation der Schulzeitverkürzung, dem Zentralabitur, den Sprachtests, den verbindlichen Grundschulgutachten und der Abschaffung der Drittelparität schlicht und ergreifend aus. Herr Stahl scheint bei den lautstarken Protesten seine Ohren auf Durchzug gestellt zu haben."

Die dimap-Umfrage habe allerdings eines gezeigt, ergänzte Schäfer: "Die bewussten Verwirrspiele der CDU/FDP-Koalition zur Zahl der Lehrerstellen ziehen bei den Menschen im Land nicht.

Sie haben längst erkannt, dass diese schwarz-gelbe Landesregierung ihre vor der Wahl abgegebenen Versprechen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall und zur Bildung kleinerer Klassen gebrochen hat. Sie warten bis heute vergeblich auf die zugesagte schulscharfe Statistik zum Unterrichtsausfall."

Um ein realistisches Meinungsbild zur Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen zu erhalten, sei es sinnvoller, Umfragen dort zu machen, wo die Probleme anfallen: bei den Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften an den Schulen vor Ort. Die stimmten nämlich mittlerweile mit den Füßen ab, betonte die SPD-Bildungsexpertin.

Dabei zeigten die drastisch zurückgehenden Schülerzahlen an den Hauptschulen, dass diese Schulform von Eltern nicht mehr angenommen werde.

"Die Schulpolitik der Landesregierung geht zudem an den Bedürfnissen des ländlichen Raums völlig vorbei. Zahlreiche Kommunen wie zum Beispiel Horstmar und Schöppingen hatten sich bereits gemeinsam mit Eltern und Lehrkräften auf den Weg gemacht, um neue Wege zu gehen. Sie haben ein ganz klares Votum für eine Gemeinschaftsschule abgegeben, die durch längere gemeinsame Lernzeiten Chancengleichheit und individuelle Förderung ermöglicht. Sie scheiterten nicht am Konzept, sondern an der ideologischen Ablehnung der Landesregierung. Auch das blendet die CDU-Fraktion aus."

Schäfer forderte die CDU-Fraktion auf, dafür Sorge zu tragen, dass diese Landesregierung sich endlich auf eine handwerklich gute und fachlich fundierte Schulpolitik konzentriere: "Mit Experimenten auf dem Rücken der Kinder muss jetzt endlich Schluss sein."

 

Homepage Inge Howe

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