SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Debatte: Wie können wir gute Arbeit für Ältere gestalten?

Veröffentlicht am 17.11.2010 in Bundespolitik

Foto: Bleicker

Solange es für ältere Menschen nicht genügend Arbeitsplätze gibt, kann das Renteneintrittalter aus Sicht der SPD nicht angehoben werden. Vor allem aber brauchen wir mehr sozialversicherungspflichtige, fair bezahlte und altersgerechte Arbeit für Ältere. Diskutieren Sie mit uns, wie wir einen guten Arbeitsmarkt für Ältere gestalten können.

Über die Rente mit 67 wird weiter intensiv debattiert. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ignoriert die Probleme der älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jedoch und versucht mit geschönten Arbeitsmarktzahlen eine ernsthafte Überprüfung der Voraussetzungen für eine neue Rentenregelung zu umgehen. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel sagte dazu am Montag: „Solange es nicht genügend Arbeitsplätze für ältere Menschen gibt, kann das Renteneintrittsalter nicht angehoben werden.“

Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten zwischen 60 und 64 Jahren ist nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit von Oktober 2007 bis Oktober 2010 von 34 500 auf 145 500 gestiegen. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisiert: „Rund 900 000 Arbeitslose über 55, davon 300 000 für länger als zwei Jahre, das sind immer noch dramatische Zahlen.“ Die Quote der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten betrug zuletzt bei den 60- bis 64-Jährigen nur 21,5 Prozent, bei den 64-Jährigen sogar nur 9,9 Prozent.

Ziel der SPD ist es, dass mindestens die Hälfte der 60- bis 64-Jährigen einen Job hat. Erst wenn das tatsächliche Renteneintrittsalter weiter an die gültige Altersgrenze heranrückt, kann das Rentenalter weiter angehoben werden. Auf dem Arbeitsmarkt für Ältere muss also noch viel erreicht werden, bevor die Rente mit 67 eingeführt werden kann. Arbeitgeber müssen weit mehr ältere Menschen beschäftigen, als es bislang der Fall ist. Ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer brauchen aber nicht nur eine Anstellung, sie brauchen Chancen auf Arbeitsplätze, die ihrer Qualifizierung entsprechen, die sozialversicherungspflichtig und gut bezahlt sind sowie altersgerecht gestaltet sind. Notwendig sind außerdem Übergangslösungen für Beschäftigte, die in körperlich anstrengenden Berufen arbeiteten.

Wir möchten mit Ihnen darüber diskutieren, welche Ideen, Wünsche und Anforderungen Sie an die Arbeit für die späten Berufsjahre haben. Erzählen Sie uns aus Ihrem Arbeitsalltag. Welche besonderen Probleme älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennen Sie, welche Lösungen sehen sie hierfür? Die Wissenschaft hat übrigens festgestellt, dass diejenigen, die länger arbeiten, auch länger geistig und körperlich fit bleiben. Die „mentale Kündigung“ bleibt aus. Und das hält jung. Also an die Arbeit: diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!

 

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