SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Wir brauchen mehr Vielfalt in der Kulturbranche

Veröffentlicht am 28.10.2021 in Landtagsfraktion

Nach dem jüngsten Fall von öffentlich gewordenen Rassismus-Erfahrungen an einem nordrhein-westfälischen Theater fand in der heutigen Sitzung des Ausschusses für Kultur und Medien ein Fachgespräch zum Antrag der SPD-Fraktion „Vielfalt und Facettenreichtum unserer Gesellschaft muss sich auf der Bühne und den Strukturen abbilden“ (Drs. 17/13779) statt. 

Hierzu erklärt Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Unsere Gesellschaft wird immer bunter, vielfältiger und facettenreicher. Das ist gut so – und wir wollen, dass sich alle Menschen in Nordrhein-Westfalen auf allen gesellschaftlichen ebenen vertreten und gesehen fühlen. Wenn Kunst und Kultur den Anspruch erheben unserer Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten, dann muss sich diese Gesellschaft auch in all seinen Ausprägungen in Kunst und Kultur wiederfinden. Nur so können Kunst und Kultur ihren eigenen Ansprüchen genügen.

Die Expertinnen und Experten haben bestätigt, dass es diskriminierende Strukturen an nordrhein-westfälischen Theatern gibt, die eine facettenreiche Besetzung und die Inklusion aller gesellschaftlichen Gruppen behindern. Vor allem hat sich gezeigt, dass wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zum Ausmaß und zur Reichweite der aktuellen Situation zwar unabdingbar sind und teilweise vorliegen. Wir solche Daten aber vor allem nutzen müssen, um bestehende Herausforderungen effektiv angehen und Lösungsansätze finden zu können. Der entscheidende Faktor ist also die Übersetzung er Erkenntnisse in geeignete Maßnahmen.

Deshalb fordern wir eine unabhängige Studie, die ein datengestütztes Gesamtbild über Diversität und Diskriminierungserfahrungen in den Spielstätten NRWs zeichnet. Hieraus müssen aber konkrete Maßnahmen für Spielstätten und für die Politik abgeleitet werden. Das Ziel muss ein gerechteres und vielfältigeres Arbeitsumfeld sein, dem sich die Institutionen und leitenden Akteure verschreiben.

Diskriminierende Strukturen dürfen wir auf keinen Fall dulden. Wir müssen mit all den uns zur Verfügung stehenden Mitteln an der Veränderung des Status quo arbeiten. Dafür stehen wir als Politik in der Pflicht.“

 

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