SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Wie wollen wir in der "Digitalen Gesellschaft" leben und arbeiten?

Veröffentlicht am 14.12.2010 in Bundespolitik

Foto: André Krüger, www.boschblog.de

„Wer dem neuen Fortschritt eine Richtung verleihen will, der muss sich den Themen der "Digitalen Gesellschaft" stellen“, sagt Björn Böhning, Leiter des SPD-Gesprächskreises "Netzpolitik und digitale Gesellschaft". Die SPD begann mit einem Barcamp am Wochenende einen offenen Diskussionsprozess über ein sozialdemokratisches Internet-Manifest.

Zwei Tage lang haben im Willy-Brandt-Haus über 200 Menschen über das Thema "Netzpolitik" diskutiert. Welche Bedeutung hat dieses Politikfeld?  

Es waren nicht nur 200 Menschen direkt vor Ort, sondern auch noch 8.000 Leute via Internet im Stream live dabei. Das ist eine beeindruckende Zahl und zeigt, dass eine große Neugierde besteht, was die SPD zum Thema Netzpolitik zu sagen hat.  Ich bin sehr dankbar, dass Sigmar Gabriel und Andrea Nahles diesem Thema einen großen Stellenwert einräumen und uns unterstützen. Sie wissen: Wer dem neuen Fortschritt eine Richtung verleihen will, der muss sich den Themen, die die digitale Gesellschaft formuliert, stellen. Daher haben wir einen offenen Diskussionsprozess begonnen, der beim Bundesparteitag 2011 in ein sozialdemokratisches Netz-Manifest münden soll.

Betrifft die Debatte über die "Digitale Gesellschaft" nur junge Bürgerinnen und Bürger sowie Technikbegeisterte? 

Lars Klingbeil und ich haben in einem Papier deutlich gemacht, dass wir Netzpolitik umfassender begreifen, als die bloße Debatte um technische Themen. Wir wollen die Frage beantworten, wie wir aus unserer Sicht in der digitalen Gesellschaft leben und arbeiten wollen. Das Informationszeitalter erfasst alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Fragen sozialer Sicherung, der Bildung, der Arbeitsverhältnisse werden neu gestellt und müssen von uns neu beantwortet werden.  

Du hast selbst eine Session zum Thema "Neue Arbeit" geleitet. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff? 

Wir sehen, dass sich Arbeitsverhältnisse fundamental verändern. Die Informations- und Kommunikationstechnologien haben Arbeitsabläufe stark verändert und damit den Druck auf die Beschäftigten erhöht. Sie haben aber auch neue Freiheiten geschaffen, die von Selbständigen oder Beschäftigten als zusätzliche Autonomie und Selbstbestimmung gewollt werden. Deshalb plädiere ich auch dafür, diese neue Arbeit nicht zu geißeln, sondern ihre Fortschrittspotenziale zu erkennen und zu heben. Aber es gibt natürlich auch neue soziale Unsicherheiten durch Solo-Selbständigkeit oder bei Freelancern. Hier werden wir Vorschläge entwickeln, wie Freelancer vor der Ausbeutung durch kleine Agenturen oder IT-Auftraggeber geschützt werden können, und wie eine zeitgemäße soziale Sicherung die Angst vor Altersarmut nehmen kann.

Welches Resümee für die netzpolitische Arbeit der SPD ziehst Du aus den Diskussionen beim Kongress und Barcamp? 

Die Diskussion hat begonnen. Nun gilt es die Debatte zu dokumentieren, wie es das SPD-Newsdesk hervorragend macht. Dann sollten wir das Manifest weiterentwickeln und die Diskussionen vom Gesprächskreis Netzpolitik in die Regionen tragen. Ich möchte möglichst viele SPD-Mitglieder, aber auch Multiplikatoren in diese Debatte einbinden. Und wir alle möchten einen Beitrag dazu leisten, dass wir künftig eine klar konturierte Linie in der Internetpolitik haben. Dann werden solche kritischen Debatten wie um den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag künftig im Vornherein anders geführt werden müssen.

 

News der Bundes-SPD

13.07.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

26.06.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Von Wiebke Esdar und Achim Post

Jochen Ott zur Änderung der Förderkriterien des GRW-Programms die dazu führen könnten, dass mehrere Großstädte an Rhein und Ruhr ab 2028 aus der Förderung fallen.

Die SPD ist dagegen, den staatlichen Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Lebensjahr zu zahlen. Stattdessen will sie die Regeln für Unterhaltspflichtige verschärfen. Jochen Ott zum Präsidiumsbeschluss der SPD vom 17. August 2026.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos