
Anlässlich der heutigen Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel zu den Ereignissen in Japan erklärt der zuständige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Marco Bülow:
Warum fällt es so vielen Politikern schwer, einmal zuzugeben, dass sie gravierende Fehler gemacht haben und um Verzeihung zu bitten? Kann Frau Merkel nicht einfach offen eingestehen, dass man sich von den Milliarden der Atomindustrie hat blenden lassen? Stattdessen sucht sie absurdeste Begründungen, um ihre Zick-Zack-Politik zu rechtfertigen. Schlimmer noch, sie lügt.
Ausgerechnet die Laufzeitverlängerungskanzlerin wirft SPD und Grünen vor, dass mit dem rot-grünen Atomausstieg jetzt nur Neckarwestheim 1 vom Netz wäre. Dabei weiß sie ganz genau, dass ohne die Kumpanei von Union und FDP mit der Atomlobby auch andere Uraltreaktoren schon endgültig abgeschaltet worden wären. Nur aufgrund der Ankündigung, den Atomausstiegsbeschluss zu kippen, haben die Betreiber alle Tricks genutzt, um das Ende ihrer Pannenreaktoren noch bis nach der Bundestagswahl zu verzögern. Auch in der Großen Koalition hat sich Frau Merkel gegen die Forderung der SPD, den Atomausstieg zu beschleunigen und die sieben ältesten AKW abzuschalten, mit Händen und Füßen gewehrt. Sie hat sogar den damaligen Umweltminister Gabriel schriftlich aufgefordert, die Laufzeiten von Biblis A und Neckarwestheim 1 zu verlängern.





