SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

SPD legt Konzept gegen Fachkräftemangel vor

Veröffentlicht am 29.11.2010 in Bundespolitik

Martin Gapa / pixelio.de

Die SPD hat ein umfassendes Konzept beraten, um dem vorhandenen Fachkräftemangel zu begegnen. Statt lediglich Fachkräfte im Ausland anzuwerben, sollen vor allem die Menschen in Deutschland für den Arbeitsmarkt gestärkt werden: junge Menschen am Start ihres Berufslebens, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und Familien.

Einige Unternehmen klagen bereits über Probleme, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu finden. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung und zur Deckung des Fachkräftebedarfs gilt darum für die SPD: Kein Talent darf verloren gehen – egal welcher Herkunft. Das sagten der Spitzenkandidat der SPD Baden-Württemberg, Nils Schmid und SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles am Montag. Vor allem das Land im Südwesten der Republik leidet schon jetzt unter Fachkräftemangel.

Mehr für Jugendliche ohne Berufsausbildung, ältere Arbeitnehmer und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf tun

Vordringliche Aufgabe der Politik sei es, jungen Menschen durch verstärkte Anstrengungen in Bildung und mit einer Ausbildungsgarantie zu einem Schul- und Berufsabschluss zu verhelfen. Schmid betonte, alleine in Baden-Württemberg gebe es 95.00 junge Menschen ohne Berufsabschluss.

Der Fachkräftemangel sorgt dafür, dass Frauen mehr denn je auch in der Wirtschaft gefragt sind. Aber noch immer haben Frauen mit Kindern schlechtere Karrierechancen. Deshalb fordert die SPD die Bundesregierung auf, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie endlich zu verbessern. Dabei geht es vor allem um den Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten in Kindertagesstätten, Kindergärten und Ganztagsschulen. Denn nur mit einer flächendeckenden guten Infrastruktur an Ganztagsbetreuung können Frauen mit Kindern ohne Probleme erwerbstätig sein.

Aber nicht nur junge Menschen und Frauen müssen in einer immer älter werdenden Gesellschaft mehr Chancen im Arbeitsmarkt erhalten. Auch ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer benötigen durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen die Möglichkeit, bis zum Renteneintrittsalter im Beruf bleiben zu können. Deshalb fordert die SPD gezielte Weiterbildungsangebote für ältere Arbeitnehmer.

Zudem sollen im Ausland erworbene berufsqualifizierende Abschlüsse leichter und schneller als bisher anerkannt werden.

„Das alles gehört zu einer Fachkräfteallianz in Deutschland“, fasste Nils Schmid zusammen. Erst, wenn trotz all dieser Maßnahmen noch Fachkräftemangel in Deutschland herrsche, müsse man über eine gezielte und gesteuerte Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften reden.

 

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