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Bielefeld (gär). Um den Prozess der Errichtung eines Nationalparks in OWL zu beschleunigen, schlägt die SPD der Region vor, sich vorerst auf den Truppenübungsplatz Senne zu beschränken. "Die Abzugsankündigung der Briten hat eine neue Geschwindigkeit in die Debatte gebracht", sagt die SPD-Regionsvorsitzende Ute Schäfer.
Eine ebenfalls diskutierte noch größere Nationalpark-Gebietskulisse, die auch Teile des Teutoburger Waldes und des Eggegebirges umfasst, will die heimische SPD vorerst nicht in den Blick nehmen. Im Teutoburger Wald und im Eggegebirge gebe es "erhebliche Schwierigkeiten mit den Waldbesitzern, die ihre Flächen nicht zur Verfügung stellen wollen". Im Teutoburger Wald und im Eggegebirge könne ein - weniger geschütztes - Biosphärenreservat entwickelt werden, um "der heimischen Holzwirtschaft das nachhaltige Wirtschaften auf ihren Flächen weiter zu ermöglichen", so Schäfer.
Auch "unter Arbeitsplatzgesichtspunkten" sei der Nationalpark Senne "von großem Wert", meint die SPD. "Wir werden für unseren Vorschlag kämpfen", so Schäfer. Der vorläufige Verzicht der SPD auf einen Nationalpark in Teutoburger Wald und Eggegebirge konterkariert Bestrebungen des Landrats Friedel Heuwinkel (CDU), der auf lippischem Gebiet einen kleinen Nationalpark realisieren will.
Den Grünen gehe der SPD-Vorschlag nicht weit genug, sagte deren OWL-Vorsitzende Helga Lange. Ein Sprecher des NRW-Umweltministeriums sagte, man wolle und könne sich auf ein Nationalparkgebiet in OWL "noch nicht festlegen".
Quelle: Neue Westfälische vom 11.11.2010





