SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

NRW-Kinderbildungsgesetz – Praxistauglichkeit bleibt abzuwarten

Veröffentlicht am 26.10.2007 in Schule und Bildung

Howe und Haseloh kritisieren: „Regierungskoalition beschließt Gesetz auf Kosten der Städte und der Eltern!“

Minden-Lübbecke: "Mit dem am Donnerstag endgültig beschlossenen Kinderbildungsgesetz schiebt die schwarz-gelbe Koalition in Düsseldorf zusätzliche Kosten auf die Städte und die Eltern. Ausnahmslos haben Kommunale Spitzenverbände und Wohlfahrtsverbände erklärt, dass Elternbeiträge in Höhe von 19 Prozent absolut unrealistisch sind ", kommentieren die SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe und Karl-Heinz Haseloh die Gesetzesverabschiedung im
Düsseldorfer Landtag.

Howe und Haseloh: „Die Landesregierung hatte selbst den Maßstab für das neue Kinderbildungsgesetz mit vollmundigen Ankündigungen hoch gelegt.“ Am Ende von annähernd zwei Jahren Diskussion stünde nun aber eine bittere Zusammenfassung: „Viele berechtigte Einwände aus dem Alltag der Kindergärten, vorgetragen von Erzieherinnen, Eltern und Kita-Trägern, sind bei CDU und FDP auf taube Ohren gestoßen“, resümiert Landesjugendpolitiker Haseloh.

Zuletzt überlagerte der Streit um die Umstellung von der Gruppen- auf die Kopfpauschale, die nun auf Vorschlag der Spitzenverbände durch ein „Einrichtungsbudget“ abgefedert wird, alle inhaltlichen Aspekte. „Das Gezerre hat gezeigt, dass KiBiz vor allem ein Finanzierungsgesetz ist, versehen mit dem Etikett Kinderbildung“, so die beiden SPD-Politiker.

Hervorzuheben sei, dass für Sprachförderung und den Ausbau der Kleinkinderbetreuung zusätzliches Geld bereit gestellt werde. „Erkauft wird dies jedoch mit Kürzungen bei der ganz normalen Gruppenarbeit, dem Herzstück guter Kindergartenarbeit“, kritisiert Haseloh.

Am deutlichsten wird der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim Umgang mit den Elternbeiträgen. „Während bundesweit die Diskussion in allen Lagern auf Beitragsfreiheit hinausläuft, macht Nordrhein-Westfalen das Gegenteil und zementiert einen Elternanteil von 19 Prozent“, unterstützt Inge Howe die Kritik ihres Abgeordnetenkollegen.
Wollen die Kommunen den Eltern das Ersparen, müssen sie selbst einspringen. Das Land hält sich schadlos. Die Folge sei ganz klar: „Die Kindergartenbeiträge für die Eltern werden steigen.“ Die Regelungen würden dazu führen, dass „unsere Kinder nicht überall im Land die gleichen Lebens- und Bildungschancen haben".

Den Änderungsantrag von SPD und Grünen zum KiBiz, mit dem wieder landesweit einheitliche Beiträge eingeführt und zusätzliche Landesgelder bereit gestellt werden sollten, habe „leider auch der CDU-Landtagsabgeordnete Friedhelm Ortgies in namentlicher Abstimmung abgelehnt“, berichtet Haseloh. "Insgesamt haben wir zwölf Änderungsanträge im Gesetzgebungsverfahren gestellt und wollten wichtige inhaltliche Verbesserungen bei dem Gesetz erreichen“.

„KiBiz gibt den Kindergärten nur unzureichende Instrumente an die Hand, es wird am Ende nicht einlösen, was es versprochen hat“, sind sich Howe und Haseloh sicher. „Rüttgers habe allen alles versprochen, doch dieses Gesetz wirft uns im europäischen Vergleich um 30 Jahre zurück“. Erst 2011 sollen die Folgen des Gesetzes überprüft werden.

„Diese Revisionsklausel ist deshalb das einzig Beste am KiBiz“, erklärten die SPD-Abgeordneten abschließend.

 

Homepage Inge Howe

News der Bundes-SPD

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende angekündigt. Alexander Schweitzer ist als Nachfolger für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales ernannt worden. Jochen Ott zu den Entwicklungen.

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.

Am Dienstag, 06. Oktober 2026 wurde das erste Mal seit 1945 ein Rechtsextremist Parlamentspräsident in Deutschland. Die Stimmen kamen dabei nicht nur wie angekündigt von AfD und BSW.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos