SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Mut zu einem politischen Signal

Veröffentlicht am 18.07.2011 in Europa

In einer gemeinsamen Pressekonferenz forderten heute SPD-Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück von der Bundesregierung ein "kräftiges und mutiges politisches Signal" in der Schuldenkrise . Dafür haben die drei Sozialdemokraten die Unterstützung ihrer Partei angeboten – unpopuläre Entscheidungen eingeschlossen.

Der Bundesregierung fehle es an Entschlossenheit, beklagte SPD-Chef Gabriel in der heutigen Pressekonferenz gegenüber der Hauptstadtpresse. "Die Krise hat ein neues Stadium erreicht." Sie sei zu einer politischen und wirtschaftlichen Vertrauenskrise in der EU geworden. Schuld sei ein Mangel an Führung nicht zuletzt seitens Deutschlands.

Schmerzhafte Entscheidungen mittragen

In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilen die Sozialdemokraten daher mit, "dass wir für ein kräftiges und mutiges politisches Signal unsere politische Unterstützung geben würden". Auch schmerzhafte Entscheidungen wollen die Sozialdemokraten dann mittragen.

"Ohne die Lösung der Finanzkrise wird Europa handlungsunfähig", betonte Gabriel und fügte hinzu, dass die Sorge vor unpopulären Maßnahmen die notwendigen Entscheidungen weder gefährden noch konterkarieren dürften. Die in den EU-Mitgliedsstaaten zunehmenden Ressentiments gegen Europa bereiten dem Parteichef Sorge.

Schuldenschnitt

Ein Teilerlass der Schulden für Griechenland sei unvermeidlich, so Steinbrück während seiner Ausführungen zu den politischen Standpunkten der SPD. "Es wird zu einem Schuldenschnitt kommen. Die Frage ist nur, wie und wann." Mit Blick auf den Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Eurozone an diesem Donnerstag sagte der frühere Bundesfinanzminister: "Es ist wichtig, dass dieser Gipfel Beschlüsse fasst, die umfassend, kraftvoll sind." Er forderte, dass die Politik die Notwendigkeit entsprechender Maßnahmen besser erklären müsse, um die Bürger mitzunehmen. Gerade bei Kanzlerin Merkel vermisse er manchmal die notwendigen Erklärungen. Das Projekt Europa dürfe nicht gefährdet werden. Es sei die erfolgreiche Antwort auf einen Jahrhunderte langen "Zerfleischungsprozess der europäischen Völker".

Die Strategie, die Schulden mit immer neuen Rettungsprogrammen zu bedienen, sei gescheitert. "Die Infektionsgefahren für andere Länder sind größer denn je", so Steinbrück. Notwendig sei ein Erlass von Schulden in der Größenordnung von 40 bis 50 Prozent. Griechenland müsse zudem geholfen werden, seine ökonomische Lage zu verbessern. "Wir brauchen so etwas wie eine Art Marshall-Plan für einige periphere Mitgliedstaaten." Außerdem dürften die Ratingagenturen nicht zum Schicksalsgeber der europäischen Staaten werden.

Einfluss der EU stärken

Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte: "Umschuldung plus Investitionen ist der einzige Weg, der hier geht." So könne eine Finanzmarkttransaktionssteuer nicht nur der Regulierung der Finanzaktivitäten dienen, sondern auch nennenswerten Einnahmen für Investitionen in den Notlagenländern schaffen. Zum Thema Euro-Bonds stellte Steinmeier klar, dass die bisherigen Hilfeleistungen für Griechenland längst den Charakter von Euro-Bonds hätten. Um die Währungsunion zu stärken macht sich der Fraktionschef für einen größeren Einfluss der EU auf nationales Ausgabenrecht stark.

(mit dpa)

 

News der Bundes-SPD

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende angekündigt. Alexander Schweitzer ist als Nachfolger für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales ernannt worden. Jochen Ott zu den Entwicklungen.

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.

Am Dienstag, 06. Oktober 2026 wurde das erste Mal seit 1945 ein Rechtsextremist Parlamentspräsident in Deutschland. Die Stimmen kamen dabei nicht nur wie angekündigt von AfD und BSW.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos