SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Merkel und Sarkozy bleiben weiter ohne klare Linie

Veröffentlicht am 06.12.2011 in Europa

Zum Treffen von Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Sarkozy in Paris erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Axel Schäfer:

Auch mit den jüngsten Vorschlägen von Merkel und Sarkozy ist noch kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen tragen nicht zur unmittelbaren Krisenbewältigung bei. Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Verlässlichkeit schafft man anders.

  • Nicht Merkel und Sarkozy sind auf dem Europäischen Rat vom 23. Oktober 2011 aufgefordert worden, Vorschläge zu einer möglichen Vertragsänderung vorzulegen, sondern Ratspräsident van Rompuy. Daher bleibt abzuwarten, was der Präsident des Europäischen Rates auf dem Gipfeltreffen in dieser Woche vorschlagen wird und welche der Punkte er übernehmen wird. Darüber hinaus kann eine Vertragsänderung frühestens in einem Jahr in Kraft treten. Zudem müsste das Europäische Parlament beteiligt, in allen nationalen Parlamenten ratifiziert und in einer Reihe von Mitgliedsstaaten Referenden durchgeführt werden (Österreich, Irland).
  • Auch Regelungen speziell für die Eurozone können nicht heute beschlossen und morgen in Kraft gesetzt werden.
  • Für einen Automatismus bei Sanktionen kann als europäische Gemeinschaftsinstitution nur die Europäische Kommission infrage kommen.
  • Die Schaffung einer Europäischen Wirtschaftregierung, die sich außerhalb der bestehenden Verträge befindet, schwächt die Gemeinschaftsinstitutionen wie Europäisches Parlament, Kommission oder den Rat und bringt die nationalen Parlamente in eine unhaltbare Situation.
  • Die Position, Gemeinschaftsanleihen (Eurobonds) auszuschließen, wird die Bundesregierung nie und nimmer durchhalten. Das hat die Erfahrung seit Mai 2010 (Griechenlandhilfe, Rettungsschirm, Finanztransaktionssteuer, Gläubigerbeteiligung) gezeigt.
  • Die privaten Gläubiger sind an den Krisenkosten zu beteiligen. Hiervon darf nicht abgewichen werden.
  • Die in den vergangenen Wochen immer wieder betonte Unabhängigkeit der EZB heißt im Umkehrschluss: Wenn die Politik nicht den Mut hat zu handeln, muss die Zentralbank die Kohlen aus dem Feuer holen.
  • Das Vorziehen des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) von 2013 auf 2012 ist zu begrüßen und in Verbindung mit dem Ausbau zu einem Europäischen Währungsfonds seit langem eine Forderung der SPD. Dies gilt auch für die Forderung nach einer verbindlichen Verankerung von Regeln und Grenzen für künftige Verschuldungsspielräume.

Wir brauchen mehr Europa. Das kann aber nur mit allen 27 Mitgliedsländern erfolgen. Von dem bevorstehenden Gipfeltreffen muss daher ein deutliches Signal ausgehen, um Vertrauen und Verlässlichkeit der EU zurückzugewinnen. Die Änderung muss konform mit den bestehenden Verträgen sein.

 

News der Bundes-SPD

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende angekündigt. Alexander Schweitzer ist als Nachfolger für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales ernannt worden. Jochen Ott zu den Entwicklungen.

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.

Am Dienstag, 06. Oktober 2026 wurde das erste Mal seit 1945 ein Rechtsextremist Parlamentspräsident in Deutschland. Die Stimmen kamen dabei nicht nur wie angekündigt von AfD und BSW.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos