SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Landtagsarbeit für russlanddeutsche Frauen

Veröffentlicht am 15.12.2007 in Frauenpolitik

Gesprächskreis erkundet politisches System und besichtigt russische Kunst / Abstecher zum Weihnachtsmarkt

Minden (mt/lkp). Mit anderen Augen als viele andere Besucher haben 20 Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion den Düsseldorfer Landtag und die aktuelle Kunstausstellung "Bonjour Russland" gesehen. Die politische und kulturelle Bildungsfahrt hatte die Caritas ermöglicht.

Der Aussiedler-Frauengesprächskreis, der jeden Montag aktuelle Themen aufgreift und diskutiert, nutzte die Einladung der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe zum Besuch am Rhein. Darauf hatten sich 20 Teilnehmerinnen aus dem Sprachkurs des Caritasverbandes und dem Gesprächskreis mehrere Wochen vorbereitet, um das politische Systems, die Aufgaben des Landtags, der Parteien, ihrer Zusammensetzung und Programme besser zu verstehen und einzelne Abgeordnetenbiographien kennen zu lernen.

Auf dem vielseitigen Programm für die Gruppe standen die Teilnahme an einer Plenarsitzung und eine einstündige Diskussion mit dem Abgeordneten Karl-Heinz Haseloh. Ihm stellten die Frauen Fragen nach der Anerkennung ihrer Diplome, Zusatzausbildungen und Qualifikationen, bei denen Russlanddeutsche vielfach auf besondere Hürden stoßen. Sie baten um ein umfangreicheres Sprachkursangebot zur Integration in den Berufsalltag und wollten wissen, ob und wie lange die Aufnahme als Deutsche noch gelte. Auch wollten sie von dem Abgeordneten wissen, ob er sich vorstellen könne, dass Russland in die EU aufgenommen werde.

Eine Premiere war für viele die Einladung zu einem deftigen Mittagessen mit einer westfälischen Bohnensuppe, die die Frauen größtenteils zum ersten Mal aßen. Danach teilten die Frauen sich in zwei Gruppen auf. Einige besuchten den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt, die anderen gingen in den Kunstpalast zur Ausstellung "Bonjour Russland". Dort werden 120 französische und russische Meisterwerke aus den größten russischen Kunstmuseen wie der Eremitage, dem Staatlichen Russischen Museum, der Tretjakow-Galerie und dem Puschkin-Museum, gezeigt.

Quelle: Mindener Tageblatt vom 15.12.2007

 

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