SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Kompetenz auf dem »grünen Sofa« Nichraucherschutz in der Diskussion

Veröffentlicht am 09.02.2008 in Presse

Lübbecke (WB). Seit 2003 gibt es schon das Kompetenzzentrum »Barre Forum«, mit dem die heimische Privatbrauerei Barre Partner und Kunden mit Ideen, Marketinggedanken und Strategien unterstützt. In diesem Rahmen feierte jetzt das »Grüne Sofa« Premiere.

Es ist nicht nur eine bequeme Sitzgelegenheit in dem stilvollen Ambiente von »Barre's Brauwelt«, sondern soll zukünftig eine Plattform sein, auf der partnerschaftliche Zusammenarbeit und mehr wirtschaftlicher Erfolg durch Diskussion und intensiven Gedankenaustausch erreicht werden soll.

Zur Premiere begrüßte Geschäftsführer Christoph Barre 80 geladenen Gäste und erläuterte kurz die Beweggründe zur Gründung des Forums: »Die Bier- und Getränkebranche hat sich durch Konzentration und Globalisierung stark verändert. Regionale Wirtschaftskreisläufe bleiben dabei häufig auf der Strecke, was sich natürlich auch auf unsere regionale Gastronomie auswirkt. Umso wichtiger ist es für uns, den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden zu halten und ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.« Auch Verkaufsleiter Wolfgang Rosengarten betonte, dass die Zielsetzung des Kompetenzzentrums die Unterstützung der Partner und Kunden sei. »Erfolgversprechende Ideen, Marketinggedanken- und Strategien sowie betriebswirtschaftliche Analysen sind für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg heute und in der Zukunft mehr denn je von besonderer Wichtigkeit«, sagte Rosengarten.

Das »Grüne Sofa« wurde anschließend mit einem für die Gastronomie derzeit sehr brisanten Thema eingeweiht. Vertreter von Hotel- und Gaststättenverbänden, aus Politik und Braugewerbe nahmen Platz und diskutierten über das NRW-Nichtraucherschutzgesetz.

Dazu begrüßte Diskussionsleiter Markus Augustiniak als kompetente Diskussionsteilnehmer Inge Howe (heimische SPD-Landtagsabgeordnete und Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit, Soziales), Karl-Heinz Klare aus Diepholz (CDU-MDL Niedersachsen), Jürgen Witt (Geschäftsführer des Verbandes Rheinisch-Westfälischer Brauereien aus Düsseldorf), Heinrich Gefken (»Ringhotel Bremer Tor« in Stuhr, Vorsitzender Dehoga-Kreisverband Hoya) sowie Bernd Niemeier (Vorsitzender Dehoga Minden-Lübbecke).

Unstrittig war, dass Nichtraucher geschützt werden müssen. Strittig sei nur die Vorgehensweise. Massiv wurde die unterschiedliche Ländergesetzgebung kritisiert, die gerade im niedersächsisch-nordrhein-westfälischen Grenzbereich die Gastronomen in Niedersachsen stark benachteilige.

Hier wurde eine bundeseinheitliche Regelung angemahnt, um in ganz Deutschland Rechtssicherheit zu bekommen. Für Brauereiverband und Dehoga sind die Einraum-Gaststätten die großen Verlierer der Gesetzgebung. In Deutschland und Österreich gebe es laut Inge Howe den schlechtesten Nichtraucherschutz. Werde er bis 2010 nicht verbessert, werde die EU für 2011 härtere Vorschriften für Deutschland erlassen.

Um ihre Existenz zu sichern, sollte ihnen »Wahlfreiheit« eingeräumt werden: ob sie »Raucherkneipe« oder »Nichtraucherkneipe« sein wollen. In NRW wird das Gesetz nach fünf Jahren überprüft, in Niedersachsen bis 2009 - Nachbesserungen nicht ausgeschlossen.

Aus: Westfalen-Blatt - Ausgabe Lübbecke vom 09.02.08

 

Homepage Inge Howe

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