SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Kita-System-Update in NRW dringend notwendig – Für Wohlbefinden und Teilhabe aller

Veröffentlicht am 25.03.2025 in Landespolitik

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat heute zu Beginn des Deutschen Kitaleitungskongresses (DKLK) in Düsseldorf den DKLK-Meinungstrend vorgestellt, der aus einer Befragung von 519 Leiterinnen und Leitern einer Kindertagesstätte in Nordrhein-Westfalen hervorgeht.

Hierzu erklärt Dr. Dennis Maelzer, familienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW:

„Es gibt eine gute Botschaft: Die Kita-Fachkräfte und -Leitungen üben ihren Beruf mit großer Freude aus und erfahren in der Regel Wertschätzung durch die Eltern und ihre Kinder. Und das, obwohl die Bedingungen für alle Beteiligten denkbar schlecht sind und immer schlechter werden. Der jetzt vorliegende Meinungstrend zeigt einmal mehr, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Familienministerin Josefine Paul redet die Lage schön. Dabei hat NRW einen Rekordstand an Krankheitsfällen und Kita-Schließungen. Die Träger klagen über Finanzierungslücken und die Zahl der Kita-Plätze geht mittlerweile zurück. Wenn die Ministerin darauf verweist, dass alle Ebenen jetzt mehr tun müssten, wälzt die Ministerin erneut Verantwortung ab. Es ist allein ihr Verschulden, dass die Kitas seit mehr als einem Jahr vergeblich auf die versprochene Reform des Kinderbildungsgesetzes warten müssen. Wir wollen, dass sich die Beschäftigten gesehen und wertgeschätzt fühlen. Die ständige Flickschusterei der schwarz-grünen Landesregierung wird die Probleme nicht lösen. NRW braucht vielmehr dringend ein Kita-System-Update: Einen neuen Wurf, mit dem die Finanzierung der Einrichtungen auf komplett neue Füße gestellt wird und der die tatsächlichen Kosten der Träger auch abdeckt – unabhängig von gebuchten Zeiten im Vertrag des Kindes.

Zudem muss Schluss damit sein, dass die Ausbildung zur Erziehungskraft immer noch nicht grundsätzlich vergütet wird. Das muss sich dringend ändern – genauso wie die Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf und die Entlastung der Leitungen von reinen Verwaltungsaufgaben durch Verwaltungsassistenzen, damit sie sich der Personalentwicklung und der Pädagogik in der Einrichtung kümmern können. Für das pädagogische Fachpersonal möchten wir Funktionsstellen einrichten, die sich mit Sprachförderung oder dem Kinderschutz befassen und so zum Profil der Einrichtung sowie der Förderung und dem Schutz der Kinder über die Maße beitragen. Wohlergehen und Wohlbefinden sind nicht nur bezogen auf die Kinder wichtig, sondern auch auf die Beschäftigten. Nur so kann frühkindliche Bildung ihr Potential für mehr gesellschaftliche Teilhabe aller entfalten.“

 

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