SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

FDP-Forderung nach Abschaffung von Gesamtschuloberstufen ist blanker Hohn

Veröffentlicht am 10.07.2008 in Schule und Bildung

"Die falschen Aussagen der FDP zu Gesamtschulen werden durch gezieltes Wiederholen in der Sommerpause nicht richtiger", kommentierte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ute Schäfer, die Forderung des Parlamentarischen Geschäftsführers der FDP-Fraktion zur Abschaffung der Oberstufen von Gesamtschulen.

"Es ist blanker Hohn, wenn Herr Witzel die Gesamtschule als selektive Schulform bezeichnet. Selektiv ist in Nordrhein-Westfalen vor allem eines: das dreigliedrige Schulsystem. Das haben anerkannte Wissenschaftler in zahlreichen Untersuchungen nachgewiesen und angemahnt.

Die Gesamtschulen führen 60 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die in die Oberstufe eintreten, zur Allgemeinen Hochschulreife. Dabei handelt es sich um Jugendliche, die ohne die Existenz von Gesamtschulen in der Regel gar keine Chance haben, ihr Abitur zu machen, weil sie nicht der klassischen Gymnasialklientel angehören.

Von den restlichen 40 Prozent erwirbt die überwiegende Mehrheit der Schülerinnen und Schüler die Fachhochschulreife. Das sind die wirklichen Fakten.

Die aber will die FDP aus ideologischer Verblendung nicht zur Kenntnis nehmen. Stattdessen diffamiert sie die gute und schwierige Arbeit der Gesamtschulen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer."

Vor dem Hintergrund des Akademikermangels könne es sich unsere Gesellschaft nicht erlauben, Talente ungenutzt zu lassen. "Darüber hinaus belegen die Ergebnisse der zentralen Abiturprüfungen, dass die Gesamtschülerinnen und -schüler im Vergleich zu Gymnasiastinnen und Gymnasiasten nur unwesentlich schlechter abschneiden.

Ich fordere die FDP deshalb auf, die grundlosen Attacken gegen die Gesamtschulen endlich zu beenden. Die Gesamtschulen müssen nicht abgeschafft, sondern ausgebaut werden. Rund 15.000 Eltern in Nordrhein-Westfalen warten für ihre Kinder nämlich immer noch vergeblich auf einen Platz an einer Gesamtschule", erklärte Schäfer.

 

Homepage Inge Howe

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