SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Familien im Fokus

Veröffentlicht am 04.02.2013 in Familie und Jugend

Foto: Bea Marquardt/SPD

Schwarz-gelbe Familienpolitik ist teuer und unwirksam – so das Fazit einer von der Bundesregierung beauftragten, bislang aber zurückgehaltenen Studie. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kritisierte das Ergebnis des Gutachtens scharf und machte klar: Familien sind vielfältig, dies erfordert moderne Familienpolitik. 

Nahles sagte am Montag in Berlin: „Zum routinemäßigen Umgang der Bundesregierung mit unangenehmen Wahrheiten gehört mittlerweile entweder Berichte zu schönen, die Löschtaste zu drücken – oder, wie im Falle des Familienberichtes, den Bericht erst gar nicht zu veröffentlichen!“

Der „Spiegel“ hatte am Sonntag von einem internen Gutachten des Finanz- und des Familienministeriums berichtet, das der schwarz-gelben Familienpolitik ein verheerendes Zeugnis ausstellt: Das Kindergeld sei „wenig effektiv“, das Ehegattensplitting „ziemlich“, die Mitversicherung von Ehepartnern in der Krankenkasse sogar „besonders unwirksam.“ Eine Veröffentlichung des Berichts vor der Bundestagswahl sei „unsicher“, so das Magazin.

Nahles kritisierte diese Veröffentlichungspolitik der Regierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf: Offensichtlich wollen Union und FDP damit die notwendige Auseinandersetzung über eine moderne Familienpolitik vermeiden – „weil ihre Ideologien nicht mit der Realität zu vereinen sind“, sagte die SPD-Generalsekretärin.

Kindergeld muss neu geordnet werden

Während aber Schwarz-Gelb vor der veränderten Lebenswirklichkeit von Familien in Deutschland die Augen verschließt, will die SPD jungen Familien bei der Vereinbarkeit von Leben, Beruf und Familie helfen, so Nahles.  Besonderes Augenmerk gilt hier dem Ausbau der Betreuungsangebote, besonders der Infrastruktur für Kleinstkinder und Ganztagsschulen. „Wir denken darüber hinaus, dass wir das Kindergeld neu ordnen sollten, damit Familien mit geringeren Einkünften mehr davon haben“, sagte Nahles.

Ehegattensplitting setzt falsche Anreize

Das Ehegattensplitting setze „falsche Anreize“, so Nahles weiter. Die SPD will deshalb den Fokus von der Ehe auf die Familie rücken: „Familie ist in Bewegung geraten“ betonte Nahles. „Instrumente müssen zu der Wirklichkeit passen, für die sie gemacht sind.“

Mehr zum Thema:
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