(v.l.) Jörg Horstmeier, Carsten Bohn, Cornelia Müller-Dieker, Siegfried Papke und Dirk Rahnenführer & MdL Inge HoweSüdliche Portastraße: Anwohner überreichen Petition an Inge Howe
Porta Westfalica-Barkhausen (cko). Für Anwohner der südlichen Portastraße könnten bald ruhigere Zeiten anbrechen. Vor Ort zeigt sich Landtagsabgeordnete Inge Howe zuversichtlich, dass sich das Verkehrsproblem in absehbarer Zeit in den Griff bekommen lässt.
Siegfried Papke und Carsten Bohn überreichten der SPD-Politikerin eine Beschwerde mehrerer Anwohner, die an den Petitionsausschuss des Landtags adressiert ist. Howe ist Vorsitzende des Gremiums.
Die Forderung der Bürger ist deutlich: Man will weniger Verkehr. "Der Weserauentunnel hat uns nicht den erhofften Effekt gebracht", sagt Papke. Noch immer befahren Massen von Fahrzeugen zwischen Kaiserhof und Kreisstraße.
Besonders die Lkw-Belastung sei nach wie vor enorm. "Dieser Zustand ist unerträglich", schimpft der Barkhauser, dessen Haus direkt an der Portastraße liegt. Weil besagte Strecke eine Landesstraße ist, kann die Stadt nichts machen.
"Nur immer wieder auf das Problem hinweisen", sagt Bezirksausschussvorsitzender Dirk Rahnenführer. Einstimmig stehe das Ortsgremium hinter den Forderungen der Anwohner. Etwaige Lösungen sind in einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Verkehrskonzept enthalten. Dieses wurde Howe mit überreicht.
Die Anwohner fordern unter anderem eine Einschränkung des Lkw-Verkehrs, Geschwindigkeitskontrollen oder Starenkästen. "Auch Tempo 30 ist eine Möglichkeit, über die man nachdenken kann", sagt Rahnenführer. Für eine Landesstraße wäre das übrigens keineswegs eine Premiere.
Die Petition nimmt jetzt ihren Weg nach Düsseldorf, geht von dort auch ins Verkehrsministerium und zum Landesbetrieb Straßen NRW - und wird nach der Auswertung letztlich mit einer Empfehlung des Petitionsausschusses enden. "Ich gehe davon aus, dass in drei bis vier Monaten alle Stellungnahmen vorliegen", sagte Howe.
Sie ist zuversichtlich, dass "wir noch vor der Sommerpause etwas konkretes erreichen". Welche Maßnahmen das sein könnten, sagte sie nicht. "Geholfen wäre schon mit einem Lkw-Verbot", so Cornelia Müller-Dieker.
Das allerdings ist nach Worten Howes generell auf einer Landesstraße problematisch bis unmöglich. "Man könnte allenfalls über ein Nachtfahrverbot nachdenken", sagt sie. Carsten Bohn hält Geschwindigkeitsbegrenzungen und Messungen für ein geeignetes Mittel.
Foto und Bericht: Carsten Korfesmeyer/MT
Quelle: MT-online vom 24.12.2008