SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Dunkelfeld bei Kriminalitätsentwicklung muss endlich durchleuchtet werden

Veröffentlicht am 09.07.2020 in Landtagsfraktion

Innenminister Reul hat heute eine „Corona-Zwischenbilanz“ vorgestellt und mitgeteilt, dass es seit Beginn der Pandemie Anfang März in Nordrhein-Westfalen einen Rückgang der Straftaten geben soll. 

Dazu sagt Sven Wolf, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion:

„Die heute vorgestellten Zahlen des Innenministers ergeben kein vollständiges Bild zur inneren Sicherheit und Kriminalitätswirklichkeit im Land. Zwar ist der verkündete Rückgang von zahlreichen Delikten während der Corona-Pandemie grundsätzlich erfreulich, beschreibt allerdings leider nur einen Teilbereich der Gesamtentwicklung. Durch die Schutzmaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens waren sichtbare Rückgänge in den Bereichen der Straßen- und Gewaltkriminalität sowie der Wohnungseinbruchskriminalität zu erwarten. Statistik gibt nämlich keine Auskunft zum wahrscheinlich großen Dunkelfeld  bei der Kriminalitätsentwicklung. Hier sind möglicherweise sogar “Corona-bedingte” Zuwächse zu erwarten.

In vielen Bereichen zur Kriminalitätsentwicklung fehlt aktuell verlässliches Zahlen- und Datenmaterial sowie belastbare Erkenntnisse. Aus diesen Gründen hat die SPD-Landtagsfraktion im Mai 2020 einen Antrag zur regelmäßigen Erstellung eines Periodischen Sicherheitsberichts in den Landtag eingebracht. Im Gegensatz zur Darstellung von Teilaspekten in der aktuellen Kriminalstatistik könnten durch einen solchen Bericht sämtliche Erkenntnisse, die die innere Sicherheit betreffen, analysiert und für eine vorausschauende und zielgerichtete Kriminalpolitik genutzt werden.“

 

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