SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Die Bedeutung der Wohlfahrtsverbände für die soziale Sicherung in Deutschland“

Veröffentlicht am 17.03.2012 in Stadtverband

Unter welchen Bedingungen können die Wohlfahrtsverbände ihre Leistungen noch anbieten?

Beim gemeinsamen Wiehengespräch des SPD Stadtverband Bad Oeynhausen und SPD-Gemeindeverband Hille mit dem AWO Kreisverband Minden-Lübbecke im Bürgerhaus in Rothenuffeln wurde die Zukunft und die Herausforderungen der Wohlfahrtspflege in Deutschland beleuchtet.

Bei seinem Impulsreferat stellte der Bundesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt e.V. Wolfgang Stadler die Einzigartigkeit des deutschen Systems heraus. In keinem anderen europäischen Land ist die soziale Sicherung durch Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege geregelt.

Der Sozialstaat Deutschland basiert im großen Maße auf einem funktionierenden System der Freien Wohlfahrtspflege. Dieses System gilt es zu erhalten und zu schützen.

Die ursprünglichen Säulen der AWO sind die die Stärkung der anwaltschaftlichen Arbeit für sozial Schwache und Benachteiligte, die Stärkung des Ehrenamts und die Verbesserungen der Dienstleistungen der AWO, so der Vorsitzende Wolfgang Stadler.

Die AWO als eine der großen Arbeitgeber im sozialen Bereich bietet 165.000 Menschen in Deutschland einen Arbeitsplatz und hat mit 70.000 ehrenamtlichen Helfern einen bedeutenden Platz in unserem Sozialsystem eingenommen.

Die neuen Herausforderungen sieht Wolfgang Stadler im Demografischen Wandel mit seinen zahlreichen Herausforderungen in der sozialen Spaltung, gerade in Deutschland haben die Einkommensunterschiede laut einer OECD Studie stark zugenommen, sowie der steigenden Armut von der auch immer mehr Kinder in unserem Land betroffen sind.

Die AWO sieht den Rückbau der Sozialpolitik kritisch. In Zeiten leeren Kassen bei den Kommunen und Kreisen werden immer mehr Leistungen bei steigendem Bedarf in der Bevölkerung gestrichen. Der Erhalt etlicher Einrichtungen ist gefährdet und zum Teil bereits verloren.

Auch der durch diese Abwärtsspirale bedingte Wettbewerb bei sozialen Dienstleistungen ist eher negativ zu bewerten.
Ein Wettbewerb der fast ausschließlich um die niedrigsten Löhne geführt wird ist nicht mit den Grundwerten der AWO vereinbar.

Mitarbeiter die nicht auskömmlich bezahlt werden und dadurch auf eine Aufstockung vom Statt angewiesen sind können nicht das Ziel eines sozialen Deutschlands sein, daher kämpft die Arbeiterwohlfahrt um einen gemeinsamen Branchentarif mit anderen Arbeitgeberverbänden.
Ein Wettbewerb im Bereich der sozialen Dienste sollte ausschließlich über die Qualität geführt werden, die Sicherstellung der Standards sollte beachtet werden und ständige Kontrolle der Struktur- und Ergebnisqualität ist unabdingbar.

Die Freien Wohlfahrtsverbände verleihen denjenigen Menschen in unserer Gesellschaft eine Stimme und eine Chance, die Ihren Platz noch nicht gefunden haben oder aber selbst nicht in der Lage sind, für sich zu sprechen und sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen.
Das umfasst die Alleinerziehende Mutter die in einem schlecht bezahlten und unsicheren Arbeitsverhältnis steckt als die Arbeit für Kinder und Jugendliche in den verschiedensten Lebenssituationen. Auch der stetig steigende Bedarf an Angeboten und Hilfen für ältere Menschen wird zu einem großen Teil abgedeckt.

Dirk Hanke, Geschäftsführer der AWO Minden-Lübbecke resümierte dass gerade die Versäulung der Haushalte es verhindern würde Gelder bedarfsgerecht zu verteilen. Die Arbeiterwohlfahrt in Minden-Lübbecke bietet ihren Mitarbeitern Beschäftigungsverhältnisse die tariflich bezahlt werden, durch die Stagnation bei den öffentlichen Zuschüssen ist es schwierig Einrichtungen zu halten.

Die Wohlfahrtsverbände werden auch in Zukunft in Deutschland nicht durch ein anderes System ersetzbar sein, daher sind alle gefordert für den Erhalt unseres sozialen Deutschlands zu kämpfen.

 

News der Bundes-SPD

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende angekündigt. Alexander Schweitzer ist als Nachfolger für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales ernannt worden. Jochen Ott zu den Entwicklungen.

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.

Am Dienstag, 06. Oktober 2026 wurde das erste Mal seit 1945 ein Rechtsextremist Parlamentspräsident in Deutschland. Die Stimmen kamen dabei nicht nur wie angekündigt von AfD und BSW.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos