SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Bürgerinitiative und SPD fordern: Vorberg muss sich bewegen

Veröffentlicht am 03.03.2008 in Presse

Herdecke. Der Kompromiss aus zum Wertstoffaufbereitungs-Zentrum (WAZ) bleibt für alle verbindlich. Darauf hat die Landtagsabgeordnete Inge Howe in einer Bürgerversammlung der SPD Ostende hingewiesen.

Die Vorsitzende des Petitionsausschusses des Landtages machte den Vertretern der Bürgerinitiative (BI) Semberg Mut, sich weiterhin für ihre Rechte einzusetzen. "Ihre Chancen stehen nicht schlecht", so die Politikerin. Mit insgesamt sechs Eingaben zum Herdecker WAZ hatte sich die SPD-Abgeordnete Inge Howe im Petitionsausschuss befasst. Daraufhin regte das Gremium ein Mediationsverfahren durch das Umweltministerium an.

Auf Einladung ihres Kollegen Thomas Stotko kam Howe nun nach Herdecke, um sich über die Ergebnisse zu informieren. Doch die sind bisher dürftig. Erst am Dienstagmorgen schickte die Firma Vorberg einen geänderten Genehmigungsantrag an die Verwaltung. Darin gab sie Auskunft darüber, wie der Betrieb die Anwohner besser vor Lärm, Staub und Gerüchen schützen will - über zwei Jahre nach den Gesprächen.

Zufrieden war Hartmut Ahlborn, Vorsitzender der BI Semberg, mit dem Inhalt des Antrages nicht. Vorberg bewege sich zwar, das Papier enthalte Verbesserungen wie eine größere Halle. Sorgen bereiten der BI jedoch über 100 weitere Abfallarten, die Vorberg lagern und bearbeiten will. Außerdem setze das zugrunde liegende Gutachten den tatsächlichen Lärmpegel zu niedrig an, weil es Geräuschquellen ausschließt. So werde ihm zufolge nur ein Radlader eingesetzt, doch der allein könnte die täglich anfahrenden 60 Lkw niemals be- und entladen. Ahlborn: "Das ist ein maßgeschneidertes Gutachten, mit dem der Betrieb knapp im grünen Bereich bleibt. Dabei hat sich Vorberg festgelegt, seine Emissionen deutlich zu reduzieren."

Die Initiative pocht weiterhin auf den Kompromiss, den auch das Entsorgungsunternehmen mitgetragen hat. Rückendeckung erhalten sie von der Herdecker SPD und von deren Gast aus Düsseldorf. "Das Ergebnis der Mediation durch das NRW-Umweltministerium ist uneingeschränkt gültig", sagt Inge Howe.

Quelle: DerWesten.de vom 03.03.2008

 

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