SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Asse-Strahlenwerte: Atomenergie ist nicht beherrschbar

Veröffentlicht am 15.04.2011 in Bundespolitik

Anlässlich der aktuellen atom- und energiepolitischen Diskussionen erklärt der stellvertretende energiepolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Marco Bülow:

Die Funde von massiv radioaktiv verstrahlter Lauge in der Asse zeigen einmal mehr, dass Atomenergie nicht beherrschbar ist - auch in Deutschland nicht. Neben den Sicherheitsrisiken von Atomkraftwerken, geht auch von der immer noch ungeklärten Endlagefrage Gefahr aus. Auch ohne schwerwiegende Unfälle hinterlässt uns die Atomenergie mit radioaktivem Müll eine riesige Gefahrenquelle.

Eine wirkliche Energiewende ist etwas anderes als der magere 6-Punkte-Plan von Herrn Röttgen und Brüderle. Die SPD-Bundestagsfraktion hat mit dem "Programm für eine nachhaltige, bezahlbare und sichere Energieversorgung" ein substantielles Konzept vorgelegt, mit dem wir nicht nur den Weg für einen zügigen Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergie weisen, sondern auch eine Energieversorgung auf Basis von 100 Prozent Erneuerbarer Energien erreichen können, die für die Menschen bezahlbar bleibt und versorgungssicher ist.

Für uns ist klar, dass die Erneuerung des Kraftwerksparks und die Entwicklung des Energiemixes in Deutschland im Einklang mit unseren Klimaschutzzielen erfolgen muss. Wir machen in unserem Programm deutlich, dass aufgrund des Emissionshandels und der Klimaschutzziele ein Zubau von fossilen Großkraftwerken, abgesehen von denen die schon im Bau oder in Planung sind, nicht notwendig ist.

Die Kompensation von Atomenergie und fossilen Energien durch 100 Prozent Erneuerbare Energien und eine massive Steigerung der Energieeffizienz ist schneller möglich als es manche wahrhaben wollen, das haben unzählige Gutachten bewiesen. Auf dem Weg in das Regenerative Zeitalter darf nicht vergessen werden, dass neben dem Ausbau der Windkraft auf hoher See (Offshore) auch an Land noch ein riesiges Potential für Erneuerbare Energien besteht. Es gilt, langfristig auf eine dezentrale Energieerzeugungsstruktur zu setzen.

Der Umbau des Energieversorgungssystems kostet Geld. Er erspart uns aber auch viele Folgekosten und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze. Und vor allem kostet er uns - wie es Franz Alt so treffend formulierte - eines nicht: die Zukunft.

 

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