SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

ASF: Reform der Hebammenausbildung nur ein erster Schritt

Veröffentlicht am 27.09.2019 in Gesundheit

Foto: pixabay.com

Flächendeckende Versorgung von Schwangeren muss nun weitgehender in den Fokus!

Am Donnerstag, dem 26.09.2019, stimmt der Deutsche Bundestag über die Reform der Hebammenausbildung ab. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Maria Noichl:

Als SPD-Frauen haben wir ein Ziel für ganz Deutschland: Frauen müssen frei über den Geburtsort ihrer Kinder entscheiden können. Wir benötigen eine flächendeckende gute Versorgung von werdenden Müttern. Situationen, in denen Frauen keine Hebamme finden, die sie vor der Geburt betreut oder unter der Geburt betreut, oder in denen sie gar vor Kreißsälen abgewiesen werden, dürfen nicht passieren! Dabei sind sowohl der ländliche Raum als auch die Städte in Deutschland betroffen. Wir lassen nicht zu, dass sich die Lage weiter zuspitzt.

Die Versorgungslage für Frauen, die ein Kind erwarten, ist teilweise katastrophal. Geburtsstationen in Krankenhäusern schließen weiterhin, Hebammen werden dringend gesucht, um Frauen vor, während und nach der Geburt angemessen zu betreuen. Hausgeburten oder Geburten in Geburtshäusern sind vielerorts gar nicht mehr möglich.

Eine kinder- und frauenfreundliche Gesellschaft ist erkennbar an einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen und wohnortnahen Versorgung von Frauen bei Schwangerschaft und Geburt – in Deutschland ist dies zu weiten Teilen nicht mehr gegeben.
Mit der Reform der Hebammenausbildung wird dafür gesorgt, dass der Beruf der Hebamme zukunftssicher ist und den europäischen Standards entspricht. Hebammen werden in Zukunft ein duales Studium absolvieren, das von wissenschaftlichen Inhalten, aber auch zahlreichen Praxiseinsätzen geprägt sein wird. So wird dieser Beruf künftig noch sicherer, deutlicher auf Augenhöhe mit Ärztinnen und Ärzten sowie adäquater bezahlt. Der Beruf kann also insgesamt attraktiver werden.

Diese Reform wird weitere, ebenfalls dringend notwendigen Reformen im Gesundheitswesen nicht ersetzen. Hier geht es uns deutlicher um die Menschen, nicht um die Profitabilität einer Geburt und der damit einhergehenden Behandlungen.

 

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