SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Versicherungsmodelle der Parteien im Vergleich

Veröffentlicht am 13.04.2011 in Bundespolitik

Mit der Bürgerversicherung hat die SPD eine Option für einen radikalen Systemwechsel im deutschen Gesundheitswesen erarbeitet. Was aber genau unterscheidet die Bürgerversicherung der Sozialdemokraten von den Modellen der politischen Konkurrenz? Sehr viel. spd.de verschafft einen Überblick.

Mit einem Präsidiumsbeschluss haben die Sozialdemokraten in dieser Woche ihre Antwort auf die Probleme im deutschen Gesundheitswesen auf den Weg gebracht: Die Bürgerversicherung. „ Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist die Absicherung im Krankheitsfall ein soziales Menschenrecht. Es uneingeschränkt zu gewährleisten ist die Pflicht eines modernen Sozialstaates. Deshalb wollen wir die Krankenversicherung in Deutschland künftig am Bürgerprinzip orientieren“, heißt es in dem Beschluss. Und das präsentierte Modell steht in einem scharfen Kontrast zur Gesundheitspolitik der Bundesregierung.

Neue Solidarität

Die Politik von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) baut auf eine Zwei-Klassen-Medizin, bittet einseitig die Versicherten verstärkt zur Kasse und schützt die Privaten Krankenkassen. Das Solidaritätsprinzip habe die Bundesregierung nicht zuletzt mit den Kopfpauschalen aufgekündigt, beklagt die Opposition.

Die Grünen wollen wie die SPD eine Bürgerversicherung, also ein einheitliches Versicherungssystem, mit dem Ziel, die Zwei-Klassen-Medizin abzuschaffen. Es sollen in Zukunft alle wieder den gleichen Zugang zum medizinischen Fortschritt erhalten. Doch in den Fragen, wie eine Bürgerversicherung aufgestellt und finanziert werden soll, da unterscheiden sich auch die Modelle von SPD und Grüne. Den Sozialdemokraten war es wichtig, ein Modell zu erarbeiten, das nicht im luftleeren Raum schwebt, sondern sofort umsetzbar ist – ohne gleich an verfassungsrechtlichen Hürden zu scheitern oder neue „bürokratische Monster“ zu schaffen.

Hier finden Sie - zum Download - einen Vergleich der Versicherungsmodelle von SPD, Grüne und Schwarz-Gelb [PDF, 700 KB].

 

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