SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

„Merkels CDU wird erzkonservativ“

Veröffentlicht am 16.11.2010 in Bundespolitik

Foto: Bleicker

Angela Merkel hat auf dem CDU-Parteitag eine „harte ideologische Wende“ vollzogen, sagt Sigmar Gabriel. Ihre Rede sei ein Versuch gewesen, die CDU nach innen zu einen, wobei Merkel jede Antwort auf die drängenden Probleme in Deutschland schuldig geblieben sei.

Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk sagt Gabriel, dass Merkel eine Wende zum Erzkonservativen vollzogen habe - aus Angst, dass ihre Partei aufgrund der „verkorksten Politik" auseinanderbreche. Für den SPD-Vorsitzenden ist das, was Union und FDP in den letzten zwölf Monaten abgeliefert haben, „alles andere als begeisterungsfähig, sondern eher ein Konjunkturprogramm für Politikverdrossenheit“.

Und seine Kritik geht weiter: Die Kanzlerin habe in ihrer Rede keine Antwort auf die zentralen Herausforderungen in Deutschland gegeben - kein Wort dazu, wie das Bildungssystem reformiert, wie die Weltwirtschaft stabil gehalten und wie der Wirtschaftsaufschwung zu einem Aufschwung für alle und nicht nur Wenige werden kann. Statt dessen rede Merkel nicht mehr von Europa, sondern wieder vom Vaterland und orientiere sich am alten konservativen Familienbild.

Stuttgart 21: „Kanzlerin will mit dem Kopf durch die Wand“?

Gabriel beklagt auch die Art und Weise, wie die CDU-Vorsitzende das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ verteidigt. Zwar sei auch die SPD nach wie vor für das Projekt, doch man werde es nicht mit dem „Polizeiknüppel“ durchsetzen können. „Was die Kanzlerin da versucht, ist mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.“ Aus Sicht der SPD soll letztendlich das Volk in Baden-Württemberg über die Zukunft des Bahnprojekts abstimmen. Schließlich handele es sich bei der Zukunft des Stuttgarter Bahnhofs nicht um ein deutsches, nationales Projekt, so Gabriel, sondern um ein regionales Verkehrsprojekt. Sprechen sich die Menschen in Baden-Württemberg bei einer Volksabstimmung für das Projekt aus, werde es gebaut, „und wenn die Menschen sagen, nein, dann werden wir es nicht bauen“. Für Merkel ist „Stuttgart 21“ ein „Thema des Weltfriedens“, für Gabriel ist diese Verknüpfung „Unsinn“.

Absage an Große Koalition

Wie Merkel spricht sich auch Gabriel gegen eine Neuauflage der großen Koalition aus und verweist dabei auf die großen Unterschiede zwischen SPD und CDU in der Atompolitik, der Gesundheitspolitik und der Bildungspolitik.

Gabriel: „Man kann nur mit der FDP das Gesundheitssystem zerschlagen, man kann nur mit der FDP die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängern und man kann nur mit der FDP eine Politik machen, die jetzt statt Schulden zu senken eine Kriegskasse anlegt, um danach wieder Steuersenkungen für Besserverdienende zu machen.“

Merkels Ausschluss aller Koalitionsoptionen außer Schwarz-Gelb hält Gabriel deshalb nur für konsequent. Denn Merkels Rede habe klar gemacht, dass sie „nicht mehr die Klimakanzlerin ist, nicht mehr die, die für Modernität steht“, sondern die Kanzlerin für eine „erzkonservative Politik zusammen mit Westerwelle“.

 

News der Bundes-SPD

13.07.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

26.06.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Von Wiebke Esdar und Achim Post

Jochen Ott zur Änderung der Förderkriterien des GRW-Programms die dazu führen könnten, dass mehrere Großstädte an Rhein und Ruhr ab 2028 aus der Förderung fallen.

Die SPD ist dagegen, den staatlichen Unterhaltsvorschuss nur noch bis zum 16. Lebensjahr zu zahlen. Stattdessen will sie die Regeln für Unterhaltspflichtige verschärfen. Jochen Ott zum Präsidiumsbeschluss der SPD vom 17. August 2026.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos