SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Durchbruch in der Stahlbranche

Veröffentlicht am 02.10.2010 in Bundespolitik

Foto: Bleicker

Ab dem 1. Oktober sollen für die Leiharbeitnehmer der Stahlbranche die gleichen Tarife gelten, wie für die Stammbeschäftigten. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel begrüßte den Stahltarifvertrag und forderte eine Ausweitung auf alle Branchen. „Wir sagen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – ohne Ausnahme.“

Am Donnerstag erzielten IG Metall und Arbeitgeber in der Stahltarifrunde eine Einigung für die rund 85.000 Stahlarbeiter in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen.

Stahltarifvertrag mit Fairness-Garantie für Leiharbeiter

Ab Oktober steigen die Löhne und Gehälter um 3,6 Prozent. Erstmals erhalten damit Leiharbeiter in allen Betrieben das gleiche Geld wie die Stammbeschäftigten. Zahlen Leiharbeitsfirmen ihren Beschäftigten nicht den neuen Branchentarif, haftet das Einsatzunternehmen für den Lohnausfall der betroffenen Arbeitnehmer.

Gabriel will gleiches Geld für alle Leiharbeiter

Am Freitag forderte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bei einem bundesweiten Kongress der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Essen eine Ausweitung der Regelung auf alle Branchen gefordert. „Wir sagen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit - ohne Ausnahme“. Im Aufschwung müssten alle Beschäftigten profitieren. „Die Leiharbeit ist ein Scheunentor für die Zerstörung normaler Arbeitsverhältnisse“, warnte der SPD-Vorsitzende.

Bundesregierung in der Pflicht

Nicht alle Branchen sind so verhandlungsstark wie die Stahlindustrie. Deshalb fordert die SPD einen Mindestlohn für die Leiharbeit in allen Branchen, um den schlimmsten Missbräuchen zu begegnen. „Das hat mittlerweile auch die Union eingesehen, aber passiert ist nichts“, stellt der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz fest.

Deshalb hat die SPD-Bundestagsfraktion einen Gesetzentwurf für „Fairness in der Leiharbeit“ [PDF] erarbeitet, der am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten wurde.

 

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