Die Ortschaften

Eickhorst


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1255 wird der Hof „Eckhorst“ zum ersten Mal erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts wird der freie Burgmannshof „Aus Eickhorst“ gegründet. Adeligen aus dem Kreis Lübbecke. Im Jahr 1686 wird das Gut von einer ortsansässigen Familie erworben.

1685 bekommt Eickhorst seine erste Schule und im Jahr 1886 wird die erste Zigarrenfabrik als Filiale gegründet. Von 1903 bis 1907 war Eickhorst vorläufige Endstation der Mindener Kreisbahn, die ab 1907 von Eickhorst nach Lübbecke weitergebaut wurde und damit zur durchgehenden Strecke Minden-Lübbecke wurde.

Fläche: 3,45 km², 1.128 Einwohner.

Sehenswert: Die Eickhorster Mühle, auch Storcks Mühle genannt, wurde 1751 neu erbaut. Nach der Restaurierung steht sie heute als Teil des Mühlenkreises Minden-Lübbecke den Besuchern zur Besichtigung offen. Mühle und Backhaus sind an den Mahl- und Backtagen in Betrieb.

 

Hartum


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Erstmalige Erwähnung 1217 als Herthem und 1286 als Hartem. Am 10. Juli 1822 wurden durch einen Großbrand in Hartum 29 Häuser, davon 14 Bauernhäuser und 15 zu den Hofstätten gehörende Leibzuchtsgebäude, vernichtet. Ein erheblicher Teil des damaligen Dorfes mit 937 Einwohnern war damit zerstört.

Fläche: 9,64 km², 1.744 Einwohner.

Sehenswert: Das ehemalige Amtgefängnis Hartum an der Mindener Str. 440. Es wurde 1896 erbaut. In einer Gebäudehälfte befinden sich zwei Gefängniszellen und eine Wachstube, die andere Hälfte diente der Feuerwehr als Spritzenhaus. Heute ist eine alte Hochdruckspritze dort untergebracht. Der Heimatverein Hartum hat das Gebäude restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Besichtigungen sind nach Absprache möglich.

Das Heimathaus Hartum, ein Fachwerk-Handwerkerhaus, wurde 1872 erbaut und befindet sich bis heute im Originalzustand. Der Heimatverein Hartum bietet dort Aktionstage und Ausstellungen zu Leben und Arbeit in damaliger Zeit an. Besichtigungen sind nach Vereinbarung möglich.

 

Hille


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Hille wurde das erste Mal 1170 erwähnt. Die Kirche in Hille wurde 1221 zum ersten Mal genannt. Der westliche Teil der heutigen Kirche stammt aus dem Jahr 1523. Über 600 Jahre alt ist die wuchtige Linde vor der Kirche (Nordseite). In den Jahren 1576 und 1628 wurde in Hille der Landtag gehalten. 1903 war die Eröffnung der Mindener Kreisbahn und damit wurden auch Südhemmern und Hartum an das Bahnnetz nach Minden angeschlossen. Inzwischen ist die Bahnlinie auf den Busbetrieb umgestellt worden. 1911 wurde Hille an das elektrische Stromnetz angeschlossen. Der Bau des Mittellandkanals dauerte von 1911 bis 1915 im hiesigen Streckenbereich Minden-Lübbecke. Die Inbetriebnahme erfolgte am 16. Februar 1915. Am Nordufer in Hille wurde eine Hafen angelegt. Inzwischen wurde eine noch größere Hafenanlage am Südufer gebaut.

Fläche 41,88 km², 4.172 Einwohner.

Sehenswert: Das große Torfmoor, etwa 500 Hektar groß, ist eines der letzten erhaltenen Feuchtbiotope in Ostwestfalen. Seine Entstehung ist gekennzeichnet durch Verlanden eines Sees, Bildung ausgedehnter Sumpfzonen, Flachmoore mit Erlenbruchwald- und Schilfpartien und ein sich darauf aufbauendes Hochmoor. Durch den Landschaftsplan "Bastauniederung - Wickriede" - den ersten seiner Art in Nordrhein-Westfalen - wurde das Moor 1980 offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt. Hier finden seltene oder vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen wieder geeigneten Lebensraum.

Im Norden der Gemeinde liegt das neugeschaffene Naherholungsgebiet Mindenerwald. Die rund 47 ha große Wald- und Wiesenlandschaft rund um den "Sonnenhügel" bietet ideale Möglichkeiten zum Wandern und Entspannen. Zahlreiche Holzbänke und eine Grillhütte laden den Besucher zum Picknick und zum Verweilen ein. Einer der 7 Teiche des Naherholungsgebietes wurde als Badesee ausgebaut. (Badebetrieb von Mai bis Mitte September).

Das Industriemuseum „ehemalige Brennerei Meyer“ ist ein mehrgeschossiges Gebäude, das als Kornbrennerei (gegründet 1721) gedient hat. Hier wurde der bekannte „Hiller Moorbrand“ hergestellt. Große Teile der Brennereiausstattung, so z.B. eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1892, sind noch vorhanden, sodass der interessierte Besucher den Brennvorgang vom Getreideboden bis zum Zolllager sehr anschaulich nachvollziehen kann. Besichtigung nach Absprache, Anfragen an die Gemeinde Hille.

Bei dem in der Ortschaft Hille gelegenen von Oeynhausen’schen Hof handelt es sich um einen sehr alten Adelssitz. Die heute trocken liegende, breite Gräfte, die erst zwischen den beiden Weltkriegen zugeschüttet worden ist, lässt darauf schließen, dass der Hof Verteidigungscharakter besaß. Schriftliche Zeugnisse liegen aus dem Jahr 1699 vor. Damals gehörte der Hof dem Johann-Ernst-Heinrich von Oeynhausen und seiner Gemahlin Susanne, geb. Pohlmann.
Auf der Ostseite der Anlage liegt das Torhaus von 1699/1703. Rund um ein großen Hof stehen im Norden und Süden je ein Scheunen- und Stallgebäude. Auf der Westseite liegt das zweigeschossige Herrenhaus, zu dem eine Allee von Bäumen führt. Diese Anordnung folgt einem barocken Grundprinzip.

Das Herrenhaus wurde 1897 innen und außen zu einem kleinen Renaissance-Palast im Stile der Neorenaissance umgebaut. Die Anlage des ehemaligen von-Oeynhausen'schen Hofes ist als Bau- und Kulturdenkmal ein beeindruckendes Beispiel eines borocken Gräftenhofes. Er ging 1882 in den Besitz der Familie Reimler über.

 

Holzhausen II


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Zwischen 1037 und 1127, zur Zeit des Bischofs Wilde, wurde der bischöfliche Hof zu Holzhausen an die Mindener Kirche übergeben. Beurkundet wurde dies später durch den Bischoff Werner 1153.

Eine große Feuersbrunst, die am 14. April 1767 nachmittags um 17.00 Uhr ausbrach und dann 78 Häuser vernichtete, soll durch den Flintenschuss eines Majors auf das Strohdach eines Colonats verursacht worden sein.

Ob die Jahreszahl, die über der Eingangstür der Holzhauser Kirche steht, das Baujahr und damit eine Aussage zum Alter der Kapelle ist, ist nicht bekannt, da Unterlagen zur Geschichte des Baus nicht vorhanden sind.

Fläche 9,22 km², 1.172 Einwohner.

Sehenswert: Die alte Schmiede und „Scheune des Handwerks“. Es ist eine Schmiede mit alten, guterhaltenen Werkzeugen. Auf dem selben Grundstück ist eine restaurierte Durchfahrtscheune aus dem Jahre 1815 zu besichtigen. Die Scheune wurde zu einem Museum mit altem, dörflichen Handwerk umgestaltet. An zwei Tagen im Jahr findet in der Regel ein Tag der offenen Tür mit Schmiedevorführungen statt. Eine Besichtigung ist nach Absprache möglich.

 

Nordhemmern


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Die ursprüngliche Bezeichnung Hemmingberum (um 900) diente als Gesamtbezeichnung für Nord- und Südhemmern. 1033 wurde daraus Hemmineberum, später fast immer Hemmingberumen, auch Hemmingberen. 1343 entstand erstmalig der Name Nordhemmern.

Fläche: 10,74 km², 1.376 Einwohner.

Sehenswert: Die ev. Kapelle Nordhemmern. Sie steht auf einer kleinen baumbestandenen Erhebung mitten im Dorf. Bemerkenswert die Schlitzfenster auf der Nordseite und am Chor. Auf dem Kirchhof befinden sich Grabsteine des 17. Jahrhundert. Die Kapelle wurde vermutlich im 13. Jahrhundert erbaut.

 

Südhemmern


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Wie bei Nordhemmern erste Erwähnung als Hemmingberum um 900. 1245 wird Südhemmern als Suthenberge erwähnt.
Von besonderer Bedeutung ist das Wasserwerk in Südhemmern, das der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ dort betreibt. Dessen Wasser wird, außer in die Bereiche des alten Amtes Hartum (einschließlich Hahlen) auch nach Bad Oeynhausen, Löhne und Hüllhorst geleitet.

Fläche: 7,61 km², 1.276 Einwohner.

Sehenswert: Die Windmühle Südhemmern von 1880. Die Mühle und das Backhaus sind bei den jährlichen Mahl- und Backtagen in Betrieb.

In der Heimatstube im Müllerhaus führt der Heimatverein handwerkliche Tätigkeiten vor: Flachsverarbeitung, Spinnen, Weben, Reepschlagen und Zigarrenmachen. Die Besichtigung erfolgt nach Absprache.

Die ev. Kapelle Maria Magdalena in Südhemmern ist aus dem Jahr 1324. Eine Kanonenkugel in der Außenwand erinnert an die Schlacht bei Minden 1759. Auf dem umliegenden Kirchhof befinden sich Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert.

 

Oberlübbe

Im 12. Jahrhundert wurde Oberlübbe mit dem Namen „Libbers“ oder im 13. Jahrhundert „Lübbe“ benannt. Im 16. Jahrhundert wurde das Gebiet aufgeteilt. Von da ab gilt die Bezeichnung „Oberlübbe“ für den südlichen Raum .

Fläche: 7,34 km², 2.323 Einwohner.

Rothenuffeln

1146 wird zum ersten Mal Griepshop erwähnt, 1694 Rodenuffeln. Der Name erinnert an die in den Wald hineingerodete Siedlung. Vor rund 175 Jahren war über die Hälfte des heutigen Dorfes noch mit Wald bestanden.
Seit dem 01.01.1972 gehört Rothenuffeln zu der neu gebildeten Kirchengemeinde Oberlübbe/Rothenuffeln. Im Dezember 1972 konnte eine neue Kirche eingeweiht werden.

Rothenuffeln ist vor allem bekannt durch seine Badebetriebe, von denen das Bad Dammermann (Lindenmoor) schon 200 Jahre besteht. Auch das Kurbad von Behren ist sehr bekannt geworden, nachdem dort ein Thermalbad eingerichtet worden war. Die Gemeinde hat der Entwicklung des Badebetriebes Rechnung getragen und zur entsprechenden Gestaltung des Ortsbildes und der Ortsanlagen einen umfangreichen Beitrag geleistet.

Fläche: 7,89 km², 2.596 Einwohner.

Sehenswert: Das Brunnenhaus von 1769 am Kurhaus Dammermann, Griepshop. Das Haus weist auf eine über 250jährige Tradition der Kurbäder in Rothenuffeln hin.

Das Denkmal und die Grabstätte des Landrats Carl von Schlotheim an der L 772 im Wiehengebirge. Das Denkmal ist dem Freiherrn von Schlotheim für seine Verdienste um den Kreis Minden, insbesondere für die Errichtung der Passstraße, schon zu Lebzeiten (1857) gewidmet worden.

Seine Ehefrau Melanie Freifrau von Schlotheim war eine Nichte Napoleons. Die Grabstätten des Ehepaares von Schlotheim befinden sich neben dem Denkmal.

Das ursprünglich 1836 erbaute Heuerlingshaus wurde vom Heimatverein im Kurpark wieder errichtet. Es ist in seiner Raumaufteilung voll erhalten und bietet Einblick, wie unter einem Dach auf engstem Raum Wohnung, landwirtschaftliche Nutzung und Viehhaltung eine Einheit bildeten. Die Anlage vermittelt den Besuchern Kenntnisse über die volkskundliche und sozialgeschichtliche Bedeutung des Heuerlingswesens.

An jedem ersten Sonntag in den Monaten April bis Oktober finden Führungen durch das Haus und Vorführungen alter handwerklicher und bäuerlicher Tätigkeiten im und am Heuerlingshaus statt.

Unterlübbe

Benennung wie in Oberlübbe: Libbers - Lübbe. Im 16. Jahrhundert, nach Teilung des Siedlungsgebietes Lübbe, wird dieser nördliche Teil als Unterlübbe bezeichnet.

Ältester Ortsteil Unterlübbes ist wohl Hilferdingsen. Es wurde erstmals 1029 erwähnt, als Konrad II dem Martinsstift zu Minden seinen Besitz zu Hiltiuuardingahusun bestätigt. Der Name Unterlübbe hatte sich im 14. Jahrhundert noch nicht durchgesetzt.

Am Nordrand von Hilferdingsen am angrenzenden Moor wurde 1938 eine Moorsiedlung aus vorgeschichtlicher Zeit teilweise ausgegraben. Der Krieg hat verhindert, dass diese Grabung zu Ende geführt und anschließend endgültig ausgewertet werden konnte. Erst Mitte 1985 wurden die Grabungen durch das Westfälische Museum für Archäologie, Münster, wieder aufgenommen.

Fläche: 5,20 km², 938 Einwohner.

Quelle: www.hille.de

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