SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Zahl der Studienanfänger in NRW auf hohem Niveau - Bundesregierung muss beim Hochschulpakt nachlegen

Veröffentlicht am 25.10.2012 in Schule und Bildung

Zu den heute vorgestellten Studierendenzahlen für das Wintersemester 2012/2013 erklären Nadja Lüders, stellvertretende Fraktionsvorsitzende, und Karl Schultheis, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion NRW: 

„Die Zahl der Studienanfänger in NRW bleibt auf dem Rekordniveau des vergangenen Jahres. Das ist ein Glücksfall für unser Land. Wir brauchen viele kluge Köpfe, die sich für ein Studium entscheiden. Die Hochschulen arbeiten gemeinsam mit der Landesregierung sehr erfolgreich daran, möglichst allen Bewerbern einen Studienplatz zur Verfügung zu stellen. 
 
Zugleich wird die Qualität von Studium und Lehre gesichert. Für den Endspurt vor dem doppelten Abiturjahrgang werden wir die Hochschulpaktmittel für 2014 vorziehen. Damit werden den NRW-Hochschulen im nächsten Jahr rund 820 Millionen Euro zusätzlich zu ihrer Grundfinanzierung bereit stehen. Nun ist die Bundesregierung am Zug, ihren Zusagen aus dem Hochschulpakt nachzukommen.  

Denn spätestens 2014 werden die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt erschöpft sein. Der Grund dafür sind völlig überholte Berechnungsgrundlagen aus dem Jahr 2009. Die damalige Prognose der Kultusministerkonferenz (KMK) geht deutlich an der Wirklichkeit vorbei. Statt der für das Wintersemester 2012 erwarteten 91.900 Studierenden haben sich tatsächlich rund 119.000 junge Menschen für eine Studium entschieden. Das entspricht einer Steigerung von 29,5 %.  

Die KMK hat diese Fehleinschätzung längst eingeräumt und ihre Zahlen deutlich nach oben korrigiert. Die Bundesregierung verweigert diesen Schritt und hält an der völlig unzureichenden Finanzierung fest. Für uns ist klar, dass die Universitäten für jeden zusätzlichen Studierenden, den die Universitäten aufnehmen, müssen sie auch mehr Geld bekommen. Die SPD-Fraktion hat immer wieder deutlich gemacht: Wir stehen zum Hochschulpakt. Für jeden Euro vom Bund wird das Land einen drauf legen.
 
Die Studierenden in NRW haben die gleiche Unterstützung verdient wie ihre Kommilitonen in Bayern oder Baden-Württemberg, wo der doppelte Abiturjahrgang mit Hilfe des Bundes schon bewältigt wurde. Darum muss der Bund jetzt umgehend die Fakten anerkennen und seine einseitige Deckelung des Hochschulpaktes aufheben.“ 
 

Homepage Inge Howe

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