SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Umfrage beweist, „zusätzliche Sprachförderung“ ist eine Luftnummer

Veröffentlicht am 11.12.2009 in Schule und Bildung

Zur heute veröffentlichten Umfrage zu den Sprachkenntnissen von Erstklässlern des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) erklärte die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Britta Altenkamp:

„Der VBE hat genau die richtige Frage gestellt, nämlich ob alle Kinder die Unterrichtssprache Deutsch beherrschen, wenn sie in die Schule kommen. Und genau das tun sie eben nicht. Dieses Ergebnis verwundert uns nicht.

Es belegt lediglich das, was uns Wissenschaftler aus Bildungs- und Hirnforschung, aus Psychologie und Pädagogik seit langem sagen: Die Sprachförderung ist unzureichend. Das Problem wird nicht dadurch gelöst, dass jede Einrichtung 340 Euro pro Kind erhält, das beim Sprachtest 'Delfin 4' durchgefallen ist. Die schwarz-gelbe Landesregierung allerdings weigert sich, den wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend wirksame Maßnahmen zur Förderung der Sprachfähigkeit der Kinder zu ergreifen.

Lieber brüstet sie sich mit der virtuosen Durchführung eines lückenlosen Verfahrens für alle Kinder und den zweistelligen Millionensummen für die so genannte zusätzliche Sprachförderung. Das Geld wäre besser angelegt, wenn sich die beteiligten Ministerien für Generationen und für Schule auch darum kümmern würden, ob sich irgendeine Wirkung einstellt. Eine geordnete und wissenschaftlich fundierte Debatte wird aber systematisch verhindert.

Bei uns stehen Fachleute und Verbände Schlange, die sich über mangelhafte Konzeptionen und Unterfinanzierung beklagen. Nur von den zuständigen Fachministerien hören wir immer wieder, es sei alles auf dem besten Wege."

 

Homepage Inge Howe

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