SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Strom darf nicht zum Luxusprodukt werden

Veröffentlicht am 23.02.2012 in Landespolitik

„Wir müssen die wachsende Energiearmut stoppen. Die Zahlen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind alarmierend. Wir dürfen nicht zulassen, dass in NRW mehr als 60.000 Haushalten der Strom abgedreht wird. Das Problem wird sich aufgrund der steigenden Energiepreise noch verschärfen“, erklärte André Stinka, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Verbraucherpolitik, anlässlich des aktuellen Berichts der Verbraucherzentrale NRW zur Energiearmut.

Im Rahmen der Energiewende müsse dafür gesorgt werden, dass durch die Entwicklung energieeffizienter Technologien auch in Zukunft Strom und Wärme für Normalverdiener bezahlbar bliebe. „Leider verschleppt die schwarz-gelbe Bundesregierung aber diesen notwendigen Masterplan zur Energiewende. Und solange Berlin nicht erklärt, wie zukünftig die Energieversorgung organisiert wird, bleiben Investitionen in energieeffiziente Technologien aus“, kritisierte Stinka.

Die Preise für Strom und Gas seien in den letzten zwei Jahren um rund 15 Prozent gestiegen, berichtete der SPD-Politiker. Energie werde für viele Menschen in NRW so zum Luxusprodukt. Kurzfristig helfe der Ratschlag der Verbraucherzentrale, Miete und Kosten für Strom und Heizung stets vor allen anderen Verpflichtungen zu bezahlen. „Insgesamt benötigen die Betroffenen aber eine größere Unterstützung im Finanzmanagement, um solche Situationen zu vermeiden. Wir brauchen flächendeckende und gut verständliche Beratungsangebote. Die öffentlich-rechtlichen Banken leisten heute bereits einen Beitrag zur Finanzierung der gemeinnützigen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung. Daran sollten sich in Zukunft auch die privaten Banken dringend beteiligen“, forderte Stinka abschließend.

 

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