SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

NRW-Hochschulen vor dem doppelten Abiturjahrgang auf gutem Weg. Endspurt kann nur mit Hilfe des Bundes gelingen.

Veröffentlicht am 25.09.2012 in Schule und Bildung

Zum heute in Düsseldorf vorgestellten Monitoringbericht zum doppelten Abiturjahrgang erklären die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Nadja Lüders, und Karl Schultheis, wissenschaftspolitischer Sprecher:

„Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind mit ihren Vorbereitungen auf den doppelten Abiturjahrgang ein großes Stück vorangekommen. Ob nun auch der Endspurt gelingt, hängt entscheidend von der Haltung der Bundesregierung ab. Der Monitoringbericht zeigt, dass die im sogenannten Hochschulpakt für NRW vereinbarten 97.000 zusätzlichen Studienplätze aller Voraussicht nach in vollem Umfang zur Verfügung gestellt werden können. Viele Hochschulen planen sogar Studienplätze darüber hinaus.

Längst ist aber erkennbar, dass es in NRW über 50.000 Studienanfänger mehr geben wird als im Hochschulpakt angenommen. Die Bundesregierung ist bislang nicht bereit, den Bundesanteil am Hochschulpakt entsprechend zu erhöhen. Im Gegenteil: Nach jetzigem Stand wird Nordrhein-Westfalen ausgerechnet vor dem doppelten Abiturjahrgang ohne jede Hilfe aus Berlin dastehen. In Bayern und Baden-Württemberg wurden die doppelten Abiturjahrgänge voll ausfinanziert. Das muss auch für die jungen Menschen in NRW drin sein.

Der Ausbau der sozialen Infrastruktur – Mensen, Cafeterien und Wohnheime – kann an einigen Standorten noch nicht mit dem Ausbau der Studienplätze Schritt halten. Dass CDU und FDP versuchen, diese Verzögerungen der Landesregierung anzulasten, ist grotesk. Sie selbst haben die Landeszuschüsse für die Studentenwerke dauerhaft um 20 Prozent gekürzt. Rot-Grün hat diese fatale Fehlentscheidung rückgängig gemacht.

Klar ist aber auch: Gerade beim dringend benötigten preiswerten Wohnraum für Studierende sind die Handlungsmöglichkeiten des Landes beschränkt.

Hier braucht es - wie in Köln oder Aachen - gemeinsame Anstrengungen von Stadt, Hochschulen, ASten, Studentenwerken und Privatleuten, um dem Bedarf gerecht zu werden.

 

Homepage Inge Howe

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