SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Neue Hoffnung für Familie NFinda?

Veröffentlicht am 08.03.2006 in Presse

Warendorfer Delegation tritt Vorsitzende des Petitionsausschusses

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Eine kopfstarke Delegation aus Warendorf hat gestern den Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags besucht, um die drohende Abschiebung der Familie NFinda in den Kongo doch noch zu verhindern. Die katholischen Pastöre Franz Josef Backhaus und Gregor Kauling, ihr evangelischer Kollege Herwig Behring, dazu Konrad Schoppmann, Christoph Jeggle und Mechthild Arf (Amnesty International), außerdem Marlies Isernhinke von der Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender sowie Peter Bloemen und seine Tochter Anne begleiteten Didey NFinda bei diesem Besuch in der Landeshauptstadt.

Sie trafen dort die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Inge Howe (SPD) und ihren Stellvertreter Hubert Kleff (CDU) und hatten eine gute halbe Stunde Zeit, um den Politikern den Fall noch einmal persönlich zu erläutern. Konrad Schoppmann beschrieb dabei die große Welle der Empörung über die Abschiebungs-Entscheidung des Landrats. Die Delegation übergab dem Petitionsausschuss die rund 5000 Unterschriften aus allen Kreisen der Warendorfer Bevölkerung, die ein Bleiberecht für die Familie NFinda fordern.

Howe und Kleff zeigten sich beeindruckt von dieser breiten Unterstützung, wiesen allerdings auch darauf hin, dass sie selbst keine Entscheidung treffen, sondern nur eine Empfehlung aussprechen können. Möglicherweise werden sie allerdings noch zu einer Anhörung nach Warendorf kommen. Schoppmann: Die Vertreter des Petitionsausschusses kannten den Fall bereits sehr genau. Sie zeigten sich sehr interessiert und hatten viele Fragen.

Der Versuch, noch einen Termin bei Innenminister Wolf zu bekommen, schlug gestern leider fehl. Aber wir haben in seinem Büro ebenfalls die Unterschriften hinterlassen und konnten eine schriftliche Stellungnahme abgeben, so Konrad Schoppmann, der sich im Übrigen mit dem Ergebnis des Besuchs zufrieden zeigte: Ich habe Hoffnung, dass wir noch etwas bewegen können.

Quelle: Westfälische Nachrichten (Warendorf) vom Mittwoch, 08. März 2006

 

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