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Politik mit Herz

LWL will Minden "stärken"

Veröffentlicht am 11.01.2012 in Presse

NRW-Minister Voigtsberger besucht Preußen-Museum

Minden (mt). "Die Gesamtanlage ist beeindruckend", sagte Harry K. Voigtsberger, der Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, nach einem Rundgang durch das Preußen-Museum in Minden

Zu Besichtigung und einem Gespräch über die Zukunft des Standortes Minden des Preußen-Museums hatte Landrat Dr. Ralf Niermann zahlreiche Entscheidungsträger nach Minden eingeladen. "Das Preußen-Museum ist ein großer Gewinn für unsere Region", so Dr. Niermann, "und nicht etwa eine Belastung."

Für 2012 ist die Finanzierung des Museumsbetriebs mit seinen beiden Standorten in Wesel und Minden gesichert. Im Gespräch ist eine Neuorganisation beider Häuser. Demnach soll der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Träger des Preußen-Museums in Wesel werden, Minden soll unter das Dach des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) fallen. Letzterer hat eine zweite Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse bis Ostern vorliegen sollen. Während der LVR weiter in das Museum in Wesel investieren will, ist für Minden eine kleine Lösung im Gespräch.

Die Beteiligten der jüngsten Gesprächsrunde begrüßten Überlegungen, wonach Minden zum Zentrum "Preußen in Westfalen" werden soll. "Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster will Minden nicht übernehmen, sondern stärken", stellte Dr. Wolfgang Kirsch, Direktor des LWL, klar. "Dabei gehen wir von einer Unterstützung durch das Land, den Kreis und die Stadt aus."

Um das Haus attraktiver zu machen und gleichzeitig die Kosten zu optimieren, sieht der Entwurf eines Konzepts vor, die Ausstellungsfläche neu aufzustellen und zu verdichten. Die dadurch frei werdenden Räume sollen museumsnah neu genutzt werden.

Landrat Niermann sprach die schwierige finanzielle Situation der Stadt und des Kreises an, die aber ein Engagement für das Preußen-Museum nicht unmöglich machen dürfe: "Wir machen mit, sprechen mit Unternehmen und holen die Menschen an einen Tisch. Deshalb freue ich mich, dass heute LWL, Politik und Verwaltung unserer Einladung gefolgt sind und sich hier gemeinsam für den Erhalt des Preußen-Museums einsetzen."

Peter Kienzle, Erster Beigeordneter der Stadt und Geschäftsführer der Stiftung Preußen-Museum NRW, betonte, dass das Museum in vielfältiger Weise in der Kulturlandschaft von Stadt und Region vernetzt ist. "Ich freue mich, dass es erklärtes Ziel aller Beteiligten ist, ein attraktives Museum am Standort Minden zu erhalten", führte Kienzle weiter aus.

"So eine Einigkeit und Beteiligung aller geht auch in die gesellschaftlichen Strukturen ein", sagte SPD-Landtagsabgeordnete Inge Howe. "Es lohnt sich, gemeinsam zu streiten."

"Die Gespräche laufen sehr konstruktiv", sagte Minister Voigtsberger abschließend. "Das Haus muss die Menschen packen, und der Stoff dafür ist da. Dafür treten wir alle ein", so der Minister.

Bild:
Sprachen gemeinsam über die Zukunft des Preußen-Museums (von links): Friedrich Klanke, Hartmut Heinen, Landrat Dr. Ralf Niermann, Peter Kienzle, Minister Harry K. Voigtsberger, Museumsleiter Dr. Veit Veltzke, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (Direktor Landschaftsverband Westfalen-Lippe), Volker Böttcher, Inge Howe, Birgit Härtel und Carsten Reuß. | Foto: Sabine Ohnesorge

Quelle: MT vom 10.01.2012

 

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