SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Landrat leitet Disziplinarverfahren gegen Bürgermeister ein

Veröffentlicht am 01.07.2008 in Ratsfraktion

Der Landrat des Kreises Minden-Lübbecke hat in seiner Funktion als untere staatliche Verwaltungsbehörde gegen Reinhard Jasper ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Die rechtliche Grundlage für das Vorgehen des Landrates ergebe sich, heißt es in der gestrigen Pressemitteilung aus der Kreisverwaltung, aus dem Landesdisziplinargesetz NRW.

Dort sei festgelegt, dass die dienstvorgesetzte Stelle ein Disziplinarverfahren einzuleiten habe, falls zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht auf ein Dienstvergehen vorlägen. Weil gegen den Bürgermeister ein Strafbefehl beantragt und damit die öffentliche Klage erhoben worden sei, sei der Landrat jedoch verpflichtet, das Disziplinarverfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens auszusetzen.

Im Rahmen der Renovierungsarbeiten im Wohnhaus des Bürgermeisters Ende 2006 / Anfang 2007 sollen auch Arbeiten an der Heizungsanlage durchgeführt worden sein. Das bestätigte gestern auf MT-Anfrage der Bielefelder Staatsanwalt Christoph Mackel. "Die Ermittlungen sind aber eingestellt worden, weil wir keine Straftat gesehen haben."

"Ich bedauere den Schwebezustand, der über der Gemeinde Hille lastet und den Bürgerinnen und Bürgern nicht länger zumutbar erscheint", bezog sich Landrat Dr. Ralf Niermann gestern im Rahmen einer Pressekonferenz indirekt auf die Rücktrittsabsichten, die Jasper geäußert hatte. Man müsse drei Ebenen unterscheiden: Die rechtliche mit dem Strafbefehl, die disziplinarische und die politische. Auf die Frage, ob der Bürgermeister durch Einspruch im Strafbefehlsverfahren die disziplinarischen Maßnahmen noch hinauszögern könne, bis seine Wahlzeit 2009 abgelaufen sei, wollte Niermann nicht antworten.

Seines Wissens gebe es noch keine Entscheidung des Amtsgerichts. Bei den Vernehmungen zu den Renovierungsarbeiten in dem Wohnhaus durch Gemeindearbeiter hatten laut Mackel Zeugen berichtet, dass es Arbeiten an der Heizung gegeben habe. Allerdings wisse er nicht, ob sie in der Dienstzeit erfolgt seien, da der Zeuge von seinem Auskunftsverweigerungsrecht Gebrauch gemacht habe. "Das könnte bedeuten, dass er Schwarzarbeit geleistet hat." Nach MT-Informationen sollen zwei der Zeugen Heizungsbauer sein.

Keine Stellungnahme gaben gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Heinz-Friedel Faby und FDP-Fraktionschef Ludwig Volkmann zu den nun aufgetauchten Vorwürfen ab. "Das hat der Staatsanwalt ad acta gelegt", sagte Heinz-Friedel Fabry. Für Michael Schweiß, Vorsitzender der SPD, passen diese Vorwürfe ins Bild. Die SPD werde weiter Unterschriften für ein Abwahlverfahren sammeln.

Nach MT-Informationen sollen er sowie die SPD-Ratsmitglieder Heinz Becker und Wilhelm Rohlfing einen Tag nach der Haupt- und Finanzausschusssitzung am 17. Juni den Bürgermeister für ein Gespräch aufgesucht haben. Dieser soll ihnen mit strafrechtlichen Konsequenzen, falls sie weiter Druck machten, gedroht haben. Das wollte Michael Schweiß gestern weder bestätigen noch dementieren.

Auch für die Fraktion FWG / Grüne ändert sich nichts an der Gesamtsituation. "Wir stehen zu unserem Angebot und geben ihm bis zu sieben Wochen für seinen Rücktritt", sagte gestern Kurt Riechmann.

Die Ermittlungen gegen Bauhofleiter Herbert Schäffer, dauern nach Auskunft des Bielefelder Staatsanwalts noch an.

Quelle: MT-Online vom 1. Juli 2008

 

News der Bundes-SPD

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.

Weitere Meldungen 

News der NRWSPD

NRWSPD
Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als Bundesarbeitsministerin und SPD-Vorsitzende angekündigt. Alexander Schweitzer ist als Nachfolger für das Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales ernannt worden. Jochen Ott zu den Entwicklungen.

Am Montag, dem 12. Oktober 2026, hat Bärbel Bas ihren Rücktritt als SPD-Parteivorsitzende und Bundesministerin für Arbeit und Soziales bekannt gegeben.

Am Dienstag, 06. Oktober 2026 wurde das erste Mal seit 1945 ein Rechtsextremist Parlamentspräsident in Deutschland. Die Stimmen kamen dabei nicht nur wie angekündigt von AfD und BSW.

Weitere Meldungen 

Für Sie in Düsseldorf

Für Sie in Berlin

Für Sie in Brüssel

Mitglied werden!

Kreis-SPD & Jusos