SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Inklusion erfahren: Menschen mit und ohne Behinderung besuchen Landtag!

Veröffentlicht am 15.05.2013 in MdB und MdL

Lübbecke-Rahden: Düsseldorf/Lübbecke-Rahden. Gemeinsam haben am Donnerstag, den 25.04, 50 Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Altkreis Lübbecke den Landtag in Düsseldorf besucht.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Rahden und Beschäftigte der Lebenshilfe in Lübbecke kamen auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Ernst-Wilhelm Rahegemeinsam mit dem Bus in die Landeshauptstadt. „Für mich ist die Teilhabe der Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben nicht nur eine Herzensangelegenheit, sondern selbstverständlich“, betont der gelernte Dipl. Sozialarbeiter Rahe. „Darum freue ich mich sehr, dass sich für diese Fahrt nach Düsseldorf eine gemischte Gruppe zusammengefunden hat. Das muss in unserer Gesellschaft endlich Normalität werden“.

Die Schüler des Gymnasiums Rahden kamen mit Ihrem Lehrer Martin Holle, die Gruppe der Lebenshilfe wurde von Günter Meyer begleitet. Nach einer Einführung durch den Besucherdienst in die Arbeit des Landtages und ihrer Abgeordneten hatte die Gäste auch die Gelegenheit die hitzigen Debatten über die Besuchertribüne hautnah mitzuverfolgen.

Den Abschluss des Tagesausflugs bildete die einstündige Diskussion der heimischen Gäste mit dem Abgeordneten in einem der Ausschuss-Säle.

Über die Zukunft der Werkstätten und die Chancen für Menschen mit Behinderung auf dem 1. Arbeitsmarkt regten die Beschäftigten der Lübbecker Werkstätten die Diskussion an. „Hier unterstützen die Landschaftsverbände und auch das Land mit Sonderprogrammen“, erklärt Rahe. Ziel sei es, hierfür den Übergang zu ermöglichen. „Und das ist insbesondere bei jungen Leuten wichtig, die im BBB (Berufsbildungsbereich) der Werkstätten ihre Fähigkeiten suchen und erkunden.“ Mit Blick auf die UN Behindertenrechtskonvention wurde deutlich, dass Menschen, die behindert werden, mehr Unterstützung brauchen, um ihre Rechte kennenzulernen und wahrnehmen zu können.

Bei den Schülerinnen und Schülern stellten dem heimischen Abgeordneten bei der Diskussionsrunde viele Fragen, wie beispielsweise nach den Klassenfahrten. Hier hat das Land nach entsprechendem Gerichtsurteil den Etat erhöht. Eine neue „Wanderrichtlinie“ wird derzeit vom Ministerium erarbeitet. Die jungen Gymnasiasten wollten von Rahe auch seine Haltung zur Gesamtschule wissen. „Länger gemeinsam zu lernen, das führt auch insgesamt zu höheren Abschlüssen!“, erörterte er, denn „es ist schwierig, sich schon der in der vierten Klasse entscheiden zu müssen, welcher weiterführende Schule für einen Neun- oder Zehn-Jährigen ist“.

Für Schmunzeln sorgte vor allem die Frage: „Herr Rahe, finden Sie Frau Merkel eigentlich gut?“ Dies verneinte der Sozialdemokrat, denn „es kann in Deutschland gerechter zugehen. Das gilt auch für die EU-Politik: Wenn wie in Spanien 25 % der Jugendlichen arbeitslos sind, dann hat dieses Krisenkonzept des Kaputtsparens unter Merkel´s Führung keine Zukunft!“ Vielmehr müsse ein Programm der Wirtschaftsförderung her, das Arbeitsplätze schafft und auch den Jugendlichen mehr Perspektiven bietet.

 

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