SPD Ortsverein Hille

Politik mit Herz

Gleichstellung kommt nicht von selbst

Veröffentlicht am 03.03.2015 in Frauenpolitik

Frauen sind an vielen Stellen immer noch im Nachteil: Oft verdienen sie weniger als Männert und haben es schwer, nach einer Auszeit für die Kinder wieder in den Beruf einzusteigen. Viele Frauen wünschen sich deshalb eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die SPD greift diese Wünsche auf und kündigt zahlreiche Maßnahmen an, die Frauen stärken werden.

„Frauen und ihre Lebenswege sind vielfältig. Und im Lebensverlauf gibt es durchaus unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse. Wir wollen Frauen nicht bevormunden, sondern ihnen ermöglichen, frei und selbstbestimmt über ihr Leben zu entscheiden“, heißt es in einer am Montag vom SPD-Parteivorstand verabschiedeten Resolution.
Mit der Frauenquote, dem Mindestlohn und dem Tariftreuegesetz hat die SPD bereits wichtige Schritte hin zu mehr Geschlechter- und Lohngerechtigkeit erreicht.

Gesetz zur Lohngerechtigkeit kommt

Im weiteren Schritt soll das Gesetz zur Lohngerechtigkeit kommen. „In diesem Jahr werden wir die Initiative ergreifen für die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern in vergleichbaren Tätigkeiten. Wir wollen Transparenz und Gerechtigkeit“, heißt es in der Resolution.

Stopp für „Teilzeit-Falle“

Auch Teilzeitbeschäftigung soll künftig keine Nachteile mehr mit sich bringen. „Wir werden in diesem Jahr bei Teilzeit einen Anspruch auf Rückkehr zur früheren Arbeitszeit gesetzlich regeln. So verhindern wir auch, dass Frauen in eine Teilzeitfalle geraten oder über längere Zeit Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, die zu gravierenden Lücken in der Alterssicherung führen“, kündigt die SPD an.

Neue Balance von Arbeit und Familie

Die Partei tritt zudem für Arbeitszeitmodelle ein, die es Eltern ermöglichen, partnerschaftlich Kinder zu erziehen, Angehörige zu pflegen und Anschluss im Beruf zu halten. „Mehr Zeit für Familie, mehr Zeit für Arbeit, mehr Zeit zum Leben – das ist in der Lebenswirklichkeit von Frauen der Dreh – und Angelpunkt“, heißt es in dem Papier.
Plädiert wird für eine Familienarbeitszeit, bei der die Arbeitszeit für Familien mit kleinen Kindern anders verteilt wird. „Wenn sich die Arbeitszeiten von Müttern und Vätern bei 30, 32 oder 35 Stunden annähern, dann hätten beide Partner Zeit für die Arbeit, aber auch für die Familie. Wir brauchen neue Arbeitszeitmodelle für Familien in der Rushhour des Lebens. Diese Diskussion müssen wir ohne Angst und ohne Scheuklappen führen.“

 

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